Ueberschwemmen und Überschwemmung. 561
Anlage im Grunde 58 Fuß, in der Krone aber 8 Fußbreit. Zur Verseilung des Wassers wurden die bei-den folgenden Kanäle angelegt: 1) der bei der StadtLandsberg vorbeigehende und sich bis unterhalb Wepe-ritz erstreckende, von beiden Seiten eingedeichte große,beinahe 3^ Meilen lange Kanal; und 2) der Bren-kenhofs und Massowskanal, von denen jedereine Meile lang ist. Diese Letzteren sind eigentlichAbzugskanäle, welche das in den Niederungen deSWarlhebruchs sich sammelnde Binnenwasser ableitensollen. Unter den abgeschnittenen oder durchstochenenArmen der Warthe sind chic sogenannten Elements,schnelle Warthe und der Wocksch, mit welchem Letzernbeinahe das ganze Eindeichungswerk der Warthe ge-endiget worden, die vornehmsten. Im Jahre 1782hörte die Arbeit als vollendet auf, war aber noch nichtvollendet; denn es fehlte noch der letzte Abschnitt desPetrischen Entwurfes, der auf die Vorfluth ging.Daraus entstanden wieder sehr schädliche Durchbrücheund Ueberschwemmungen, welche im Sommer 1786so traurig waren, daß das 2 bis 3 Fuß hoch auf denschönsten Feldern stehende Wasser alles Getreide, Heuund Gras zu Grunde richtete. Dies bewog den Kö-nig Friedrich Wilhelm den Zweiten noch eineansehnliche Summe zur völligen Ausführung desWerkes nach dem Petrischen Plane zu bewilligen.— Wenn gleich Friedrich der Große schon Allesthat, um den Oderbruch durch Abzugskanäle rc. zutrocknen, so ließen sich diese Arbeiten doch nur durchstete Nachhülfe und Verbesserungen dauerhaft machen,um in wasserreichen Jahren, wo die Oder durch denstarken Zufluß Ueberschwemmungen verursacht, solcheerfolgreicher von den Bewohnern desselben abzuwenden.Daß aber dieses nicht beobachtet, ja Manches vernachläs-siget worden, beweisen dieKlagen in öffentlichenBlät-
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