Ueberschwemmen und Überschwemmung. 563
durch Kunst, das heißt, durch Dampfmaschinen, außerden zuzuschüttenden Deichen, und l>) in solche, nachdenen sie durch die Natur, das heißt, mit Hülfe desnatürlichen Gefälles des Oderstromes, bewirkt werdensoll. Was die unter a) gehörigen Plane betrifft, sowürde deren Ausführung bis Millionen kosten.Hieran knüpfen sich noch die Befürchtungen, daß nichtallein die Kosten der Anlagen, sondern auch die jähr-lichen Unterhaltungskosten der Dampfmaschinen vielbedeutender seyn werden, als bei den andern Planen;anderntheils und hauptsächlich aber würden, wiees durch das Wesen dieser Plane bedingt wird,sämmtliche Oerter von der Mündung der alten Oderabwärts mit vielen tausend Morgen Grundstücken, sowie das ganze linke Ufer der alten Oder und der Fi-now, mit vielen Wiesen und Gärten der Kom-munen Oderberg, Fiepe und Niederfinow von derEntwässerung gänzlich ausgeschlossen, und bliebennach, wie vor, den Überschwemmungen ausgesetzt.Nach den Planen unter b) soll durch Eindeichung desOderstromes von Niederwutzow und Hohensaathenbis in die Gegend von Schwedt oder noch weiter, unddurch Ableitung des Grund- und Stauwassers mit-telst eines eben so langen, zugleich schiffbaren Kanalsdie Entwässerung bewirkt werden. Beide Plane un-terscheiden sich aber wieder dadurch wesentlich von ein-ander, daß nach dem einen, die Oder ihren bisherigenLauf behielte, nach dem andern dagegen der Oderstromvon Niederwutzow bis Bellinchen, eine Strecke vonetwa zwei Meilen, einen neuen Lauf erhalten würde,und zwar so, daß der Strom den NeumärkschenBergrand entlang geführt, und die Stadt Zehdenunmittelbar berührt würde, die jetzt fast eine halbeMeile von der Oder entfernt liegt. Für diese letztenPlane stimmt auch die Mehrzahl aller Anwohner deS
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