Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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566 Ueberschwemmen und Überschwemmung.

nöthig, um dem wiederkehrenden Uebel entgegen zuwirken. Ein Schriftsteller sagt: .,Die Erfahrungen,welche der Wasser-Baumeister bei diesem Eisgangesammeln konnte, sind mannigfaltig, und um so wich-tiger, da sie der Theorie fast ganz entgegen sind. Dieunten schmalere Construktion des Eisbrechers, so wiedas Sprengen des Eises haben sich als sehr Vortheil-haft bewährt." — Schon Silberschlag bemerkt inseinem Werke: „Ausführlichere AbhandlungderHydrotechnik ober des Wasserbaues, TH.2(Leipzig, 1773), S. 6, daß die Uckermark eine inAnsehung der Stromkunde besonders wichtige Pro-vinz sei. Er sagt ferner: „Diese Gegend und jene,wo die Weichsel entspringt, wären an und vor sichselbst hinreichend, das Geheimniß der Natur vomUr-sprünge der ersten Stromquellen zu entsiegeln. DieUckermark liegt höher, als die Oder, Spree, Havelund alle umher befindlichen Gewässer; sie besteht auslauter Hügeln, in deren Gründen unzählige, theilsmit einander Gemeinschaft habende, theils ganz undgar von einander abgesonderte Seen befindlich sind.Nicht ein Bach fließt in diese Provinz hinein, aberalle heraus; folglich sind diese Seen die ersten Was-sersammlungen dieser Bäche. Die wenigen Wahr-nehmungen, die ich leider von dortigen Gegenden ge-sammelt habe, überführen mich gründlich, daß sich derüberaus mächtige Abfluß des daselbst erzeugten Ge-wässers aus dem jährlichen Schnee- und Regenfalle,wovon auch noch die Ausdünstung abgezogen werdenmuß, ganz und gar nicht erklären lasse, mithin müssendie abfließenden Gewässer in einigen der stärkstenQuellen der obersten Seen ihr Entstehen haben, in-dem man sie mit bloßen Augen sehen kann. In die-jenige Anhöhe, aus welcher die häufigsten und stärk-sten hervorbrechen, treibe man einen Stollen hinein,welcher der Wendung der Quelle folgt; so würde man