Überschwemmen und Ueberschwemmung. 367
auf diese Art unfehlbareden ersten Ursprung dieserQuelle entdecken. Man darf sich nicht vor diesemStollen fürchten; denn die Anhöhen, welche lange nichtden Namen der Berge verdienen, sind eben nicht soweit ausgedehnt, und ihr Gestein ist zu mürbe, auchzu leicht zu gewaltigen, daß man nicht bald zum Zielegelangen sollte. Gern will ich zugeben, daß dieserPlan einer noch viel umständlicheren Ausarbeitungbedürfe, gelingt er aber, so ist die Frage: wie entstehen'die Urquellen der Ströme? auf immer entschieden."— Nimmt man nun an, daß in der ehemaligen Chur-mark, wozu damals die Altmark, die jetzt zur ProvinzSachsen geschlagen worden, die Prignitz, die Mittel-mark, die Uckermark, die Herrschaften Beeskow undStorkow, aber nicht die Neumark, die erst jetzt zur Pro-vinz Brandenburg gezogen worden, gehörten, sich all-ein gegen 679 große und kleine Seen, und 106 Flüsseund Bäche befinden, so kann man auf den reichenWasserschatz, aber auch auf die Mittel schließen, dieznrAbhülfe von Überschwemmungen hier nothwendiggeworden sind, und die in Kanälen, Deichen, Sielen,Schleusen, Wehren, Abschneidungen der Afterarme,Durchftechung der Serpentinen:c. bestehen. Ueberdie Deiche oder Dämme, s. den Art. Damm, Th.8, S. 665 u. f.; über die Schleusen und Siele,den Art. Schleuse und Schlcuseubau, Th. 145,S. 594 u. f., und 720 u. f.; über die Wehre, s.Wehr und Wehrbau, in W. — Wie der Was-serbau überhaupt geführt wird, s. unter Wasserund Wasserbau in W. — Auch auf die hin undwieder in großen Forsten angelegten Floßgräben, umdas geschlagene Holz bis zur Einschiffung auf einembenachbarten Strome einzuflößen, muß man Acht ha-ben, damit auch dieses Holz bei einem hohen Wasser-stande nicht zu Verstopfungen der Gräben rc. Veran-lassung giebt. Man wird wissen,! daß die Ansah-