Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Überschwemmen und Überschwemmung 583

Süßigkeit und weiße Farbe auf eine lange Strecke zubehalten. Schon die Alten hielten viel auf Reini-gung der Kanäle des Nils, wodurch die Verstopfun-gen derselben verhindert werden, die sich späterhin sooft bei der Vernachläßigung der Reinigung einfanden.Die Alten brauchten hierzu eine große Menge Solda-ten und Arbcitslcute, welche nach jeder Überschwem-mung die Kanäle von dem Schlamme und Sandereinigen mußten, die dieser Strom häufig mit sichführt. — Wie der Nil, so tritt auch der Niger inNigrizien oder Soudan, der auch deshalb der Ae-thiopische Nil genannt wird, fast jedes Jahr imAugust aus, und überschwemmt das ganze flache Land,wobei er sich vierzehn Tage lang verstärkt oder anZufluß zunimmt. Auch der Senegal tritt aus undverursacht Uebcrschwemmungen. — In Asien wirdder Fluß Pegu mit dem Namen des Indi-schen Nils belegt, weil er in seinen Ueberschwem-mnngen jährlich eben so bestimmte Perioden, als derNil beobachtet. Er setzt die Birmanische ProvinzPegu über dreißig Meilen weit vom Ufer entferntunter Wasser, und läßt, wie der Nil, einen Schlammzurück, der die Erde oder das Land zur fruchtbarstenViehweide macht, und einen großen Ueberfluß an Reißerzeugt, wovon man jährlich, ohne Nachtheil des Lan-des, viele Schiffsladungen voll ausführen kann. Auchder de la Platastrom in Südamerika, (der inBrasilien oder vielmehr in der Capitania St. Paulin Brasilien entspringt und hier Parana heißt, underst nach der Ausnahme des Paraguay und des Uru-guay den Namen la Plata annimmt), der Gangesin Vorder-Indien, der Indus, daselbst, der Eu-phrat, in der Asiatischen Türkey, und noch mehrereandere Ströme haben auch ihre periodischen Ueberströ-mungen, doch ist bei mehreren dieser Austritt aus denUsern an keine gewisse Zeit gebunden; denn jede