Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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584 Ueb erschwern wen' und Ueberschwemmung.

Überschwemmung derselben hängt von einer Mengezusammenwirkender Ursachen, die einen ungewöhn-lichen Wafservorrath zusammenbringen, hauptsächlichaber, wie auch schon oben mehrere Male bemerkt wor-den, von starken Regengüssen und einem häufigenSchneesalle ab, der sich auf den Bergen lagert, undim Frühjahre schmilzt, und dessen Wasser in dasThal herabströmt. — So wird die Landwirthschaft inBengalen während der Ueberschwemmung des Gan-ges fast völlig unterbrochen, der Landmann fährt dannin Boten über seinen Acker hinweg. Noch stärker wiein Hindostan find die Ueberschwemmungen in Hinter-Jndien, da hier die Regenzeit fünf bis sechs Monate,und in Guiana oft neun Monate anhält.

Wenn nun in Europa, z. B. in Deutschland, man-chen Wiesen die Ueberschwemmungen, besonders wennsie viel Schlamm mit sich führen, sehr nützlich sind, sosind sie dagegen, wenn sie längere Zeit anhalten, denHolzungen, besonders den Eichenwäldern, schädlich.Vorzüglich sind diejenigen Wälder, die an Niederun-gen und nahe an vorbeifließenden Strömen undFlüssen liegen, öfters der Ueberschwemmung ausge-setzt; besonders leiden dadurch die Wurzeln und wer-den leicht in Fäulniß gesetzt. Die Kiefer- und Tan-nenwälder sind den Ueberschwemmungen selten ausge-setzt, indem solche durch ihre hohe Lage davon befreietwerden. Bei den Eichenwäldern finden solche häufi-ger Statt, und wenn man auch an Orten, wo die öf-teren Ueberschwemmungen gewöhnlich sind, dasHolz, der äußern Gestalt nach, in dem besten Wachs-thume antrifft, und auch die größten und stärkstenEichbäume findet, so darf man nur eine nähere Unter-suchung mit dergleichen Bäumen anstellen, um sich zuüberzeugen, daß die Größe und Stärke nur dem fettenBoden zugeschrieben werden muß, aber nicht demWasser, denn durch dieses zeigen sie nur eine geringe