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Uebersetzen.
ches gleichsam ein Instinkt des Verstandes ist. (Esfehlt oft den größten Gelehrten und findet sich bei demKnaben, der die Grammatik durchblättert.) Diesesgiebt dem Ausdrucke Präcision und Natur; es versetztdie Wendung des Gedankens in den Nationalsinn,und giebt ihm die Schönheit des Originals. Der Be-sitz dieser Eigenschaften scheint durchaus nothwendig,um gute Uebersetzungen zu liefern. Die große Anzahlmißrathener Versuche dieser Art beweisen uns, wieselten diese Fähigkeiten zusammen treffen, und wiefruchtlos alle Beeiferungeu der Kunst sind, den Man-gel derselben zu ergänzen." — Die neuere Zeit hatfreilich in der Uebersetzungskunst in Deutschland großeFortschritte gemacht, als es noch vor mehr denn sech-zig Jahren der Fall war, das sowohl in dem fleißi-gern oder emsigern Studieren der neueren Sprachen,besonders der Französischen und Englischen, als auchin der größer« Ausbildung der Deutschen Spracheselbst liegt, die jetzt eine Menge neuer Wörter undfeiner Wendungen durch die steigende Kultur erhaltenund sich angeeignet hat, die sie früher in der Prosanicht hatte, da man sie noch so fleißig mit Fremdwör-tern spickte; doch zeichneten sich in jener Zeit schontüchtige Männer als Uebersetzer aus den genanntenSprachen, wie Bode, Mylius, Eschenburg,Meißner, Becker, Bertuch und einige Anderesehr vortheilhaft aus, und bereicherten dadurch dieDeutsche Sprache ungemein, indem wir zugleich mitden besten Werken der Ausländer bekannt wurden,mit Shakespeare, Fielding, Richardson,Thomson, Goldsmith, I orick(Sterne),LadyMontagu, Pope, Johnson w. rc.; Moliöre,Corneille, Racine, Fvn^lon, Lafontaine,Boile au, Voltaire, Rousseau, Florian rc. rc.Diesen Uebersetzern folgten bald Schlegel, Tieckund Andere, die in blühender gewandter Sprache noch