Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebersiedeln und Übersiedelung. 627

von den Einwohnern, so gut, als eine Verständli-chung darüber möglich war, erfahren hatte. DiePolitik erheischte keine Rache auszuüben, so sehrauch Mehrere der Unterbefehlshaber darauf dran-gen; allein Colombo gestattete es nicht, indem erhier sich zuerst ansiedeln wollte, um die Bergwerkeim Lande untersuchen zu können, welche die edlenMetalle ausbeuteten. Es wurden nun mehrereForts in der Nachbarschaft aufgeführt und hinrei-chende Besatzungen hineingelegt. Die Kolonisationder Spanier, die Colombo bezweckte, fand abernicht den erwünschten Erfolg, da die Ackerleute, dieman mitgebracht hatte, nicht hinreichten den Bodenzu bearbeiten, auch viele krank geworden, mehreregestorben waren, und die Soldaten sich zum Be-bauen des Ackers nicht verstehen wollten; deshalbzog man die Insulaner heran, die unaufhörlichGeld und Lebensmittel anschaffen mußten; sie wur-den zum Landbau, zum Jagen, zum Fischen, zumBergb anangespannt, ohne Ruhe und Erholung, sodaß auch diese es bald überdrüssig wurden, nur fürihre neuen Herren zu arbeiten, und sich empörten,und wenn diese Empörungen auch immer wiederunterdrückt wurden, da die Insulaner mit den Euro-päischen Waffen und der Kunst Krieg zu führen nichtbekannt waren, so hatten sie doch den Nachtheil,daß die Uebersiebelungen nicht in der Art gedeihenkonnten, als man sie wünschte, um sich festzusetzenund sich zu Herren des Landes zu machen; denn dasLetztere mußte erst durch verübte Grausamkeiten ge-schehen, und durch Entvölkerung des Landes vonseinen eigentlichen Einwohnern, wodurch den Spa-niern die Mittel, um sich zu kolonisiren, sehr erschwertwurden, und dieses konnte nur der Anbau des Lan-des und die friedliche Einigung mit den Insulanern,seyn, um sich die versteckten Quellen des Landes,

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