Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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646 Ueberfiedeln und Übersiedelung.

Kapitalien, und so wurde Holland durch seine Kolo-nien wohlhabend, ja reich, und die Portugiesen undSpanier blieben bei den ihrigen arm, das heißt, dasMutterland (der Staat) zog wenig davon, und ebenso wenig die Mehrsten seiner Bewohner, die im Ge-gentheil in Armuth verfielen, wie oben angeführt wor-den. Selbst die Chinesen und die Japaner faßten zu-letzt Vertrauen zu den Holländern, wollten nur mitihnen Handel treiben, und die andern Nationen vonihrem Handel ganz ausschließen, obgleich sich auchhier bei diesen beiden auf fremde Nationen eifersüch-tigen Völkern Manches späterhin wieder änderte.Alle Ucbersiedelungen der Holländer in Ostindienwurden vorn Glücke gekrönt als bloße Handelökolo-nien. Diesen Zweck verfolgten sie auch bei allenihren ferneren Unternehmungen, und dieses brachteHolland die großen Summen, wodurch es große See-Unternehmungen ausführen und seiner Flotte überallhin Respekt verschaffen konnte. Der Hauptsitz derHolländischen Macht waren die Moluckcn und diegroßen Sundainscln, und ihre ansehnliche Seemachtverschaffte ihnen die Herrschaft des Meeres, um sichin ihren Kolonien behaupten zu können. Der Sitzder Holländischen Regierung war das durch den Ge-neralgouverneur Koen 1618 erwählte neu erbaucteBatavia auf Java. Unter diesem Generalgouverneurstand das gesammtc Holländische Kolonialwesen inOstindien, und es waren ihm daher mehrere Gouver-nements, Direktoreyen, Commenderien und Residen-zen, deren Titel und Zahl zu verschiedenen Zeitenwechselten, welches von manchen politischen Verhält-nissen der Besitzungen abhing, untergeben. In Eu-ropa verwaltete ein Ausschuß aus dem größeren Ra-the der sechzig Direktoren, der aus zehn Bewindheb-bers bestand, diese Angelegenheiten der Kolonien.Die Holländer befestigten sich auch durch Anlegung