Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebersiedeln und Uebersiedelung. 647

von Kolonien auf dem Vorgebirge der guten Hoff-nung 1653, um sich hierdurch die Schifffahrt nachOstindien zu sichern. Der Flor dieser Handelskolo-nien blieb bis zu dem Amerikanischen Befreiungskriege;obgleich manche unglückliche Handelsspekulation, neueMitbewerber beim Handel, wozu besonders die Eng-länder gerechnet werden können, und andere bei ei-nem ausgebreiteten Handel unzertrennliche Begeben-heiten, schon manche Veränderungen vorher veranlaßthatten. Der Antheil aber, den Holland an dem ange-führten Kriege nahm, stürzte die Kompagnie in Schul-den, die im Jahre 1793 auf 107,000,000 Pfund ge-stiegen waren. Hierzu kam nun die Revolution, inwelcher durch die Siege der Franzosen die vereinigtenNiederlande in eine Batavische Republik umgewan-delt wurden, und späterhin zu einem erblichen König-reiche Holland unter Napoleons Bruder Louisals König, welches aber nicht lange dauerte, indemHolland mit Frankreich verbunden wurde. Vorherhatte nun Holland schon durch Länderabtretungen auchgroße Geldsummen verloren, wozu sich nun noch derVerlust derKolonien gesellte, welche in dieHände derEngländer fielen, und erst nach dem Befreiungskriege(13. Aug. 1814), als die sämmtlichen Niederlandezu einer Monarchie unter dem ehemaligen Statthal-ter von Holland, dem Fürsten Wilhelm, als KönigWilhelm erhoben worden, erhielten die HolländerBatavia, die Molucken, Surinam, St. Eustache undCurassao von ihren vielen Kolonien von den Englän-dern wieder zurück; dagegen behielt Großbritanniendas Kap der guten Hoffnung, Demerary, Esscquebound Berbice. In einem spätern Vertrage vom 17tenMärz 1824, zwischen England und den Niederlan-den, überließ der König der Niederlande an Englandalle Besitzungen auf dem festen Lande von Indien,namentlich die Stadt und Festung Malacka, dagegen