Uebersiedeln und Uebersiedelung. 649
die Umstände dazu gebracht, zu eigen machen, wie dieEngländer.
Die Engländer oder Britten waren es, diefast zugleich mit den Holländern sich aus Europa nachden andern Welttheilen übersiedelten, und dieses ge-schah besonders unter der Regierung der Königin Eli-sabeth, wo Mehrere ihrer Seefahrer erst vergeblichversuchten sich einen Weg durch die nordischen Ge-wässer nach Ostindien zu bahnen, bis FranzDrake,Stephan Cavendisch und einige Andere, theilsdurch die Südsee, theils durch die Fahrt um dasVorgebirge der guten Hoffnung dahin gelangten.Auch auf Nordamerika richteten die Engländer umdiese Zeit ihre Aufmerksamkeit. Humphrey, Gil-bert Greenvillc und Raleigh suchten daselbstKolonien zu gründen; allein die Dürftigkeit des Lan-des an edlen Metallen hielt die Ansiedelungen auf.Die Vortheile, die sich ihnen aus der Indischen Reisedarboten, waren größer, und deshalb wurde eineHandelsgesellschaft in London im Jahre 1600 errich-tet, welche ein ausschließendes Privilegium auf denHandel nach Indien von der Königin Elisabetherhielt, worin noch besonders bemerkt wurde: daßsich dieser Handel jenseits des Kaps und der Magel-lanischen Meerenge erstrecken sollte. Dieser Freibriefward auf fünfzehn Jahre ertheilt und darin gesagt:daß wenn derselbe dem Wohle des Staates nachtheiligseyn sollte, er vernichtet und die Gesellschaft dadurchals aufgelöset zu betrachten sey, indessen sey den Mit-gliedern zwei Jahre vorher davon Nachricht zu geben.Das Kapital der Gesellschaft betrug anfangs 369,891Pfd. Sterl. und 5 Schillinge (2,589,2371^ Nthlr.).Es wurden dann vier Schiffe ausgerüstet und derRest wurde in Geld und Waaren darauf gebracht.Diese kleine Flotte segelte zu Anfange des Jahres1601 ab. Das rechtliche Verfahren der Engländer