Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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650 Uelmsiedeln und Uebersiedelmig.

bei der Begründung einer Handelskolonie machten siebei den Indischen Völkern beliebt, sie konnten eSaber nur zur Errichtung von einigen Factoreyen brin-gen, da sie zwei wichtige Hauptconcurrenten gegensich hatten, die Portugiesen und Holländer, welche dieMacht und auch daselbst große befestigte Städte undgute Häfen hatten. Die einzige Erwerbung, die sie injener Zeit (1601), außer den Factoreyen, machten,war die Insel St. Helena. An vortheilhafte Ueber-siedelungen konnte daher noch nicht gedacht werden,um so mehr, da der Nachfolger der E li sa b e t h, I a k o bder Erste, auf ihren Plan, sich Besitzungen durch dieWaffen zu erwerben, wie es die Portugiesen und Hol-länder gethan hatten, nicht eingehen wollte. Indessenwar die Gesellschaft nicht unthätig, und durch dieglückliche Wahl ihrer Offiziere und Faktoren ersetztesie den Mangel an Hülfe, die ihr durch den Landes-fürsten verweigert wurde. Sie bauetc Forts, errichteteKolonien auf den Inseln Java, Amboina und Banda,und suchte den Gewürzhandel mit den Holländernzu theilen. Unter der Regierung Karls des Er-sten wurde die Englisch-Ostindische Kompagnie imJahre 1623 von den Gewürzinseln durch die Hollän-der verdrängt, und sie behielten, außer dem 1620 an-gelegten Fort St. George zu Madras, nur noch einigeFaktoreyen auf den Küsten Malabar und Koroman-dcl. Von 1653 —58 schien sie vollkommen aufgelö-set, bis Er omwell, als Protektor des Reichs, nachdem Umstürze der Regierung, ihr von Neuem An-sehen verschaffte, indem er in dem Kriege mit denHolländern siegte, und der Gesellschaft eine Erneue-rung ihres Privilegiums ertheilte. Unter der Regie-rung Karls des Zweiten gerieth sie von Neuem,und wie angeführt wird, durch eigene Schuld in Ver-fall; ja im Jahre 1648 bildete sich sogar eine neueOstindische Kompagnie, die gleichfalls ein Privilegium