Uebersiedeln und Übersiedelung. 655
zollfreie Aus- und Einfuhr ihrer Produkte und Be-dürfnisse nach und aus den Häfen des Mutterlandesfür eine Reihe von Jahren zugesichert, der Handelmit fremden Mächten gänzlich frei gelassen, und dieGesetzgebung Britanniens und seine Geschwornenge-richte auch als Grundlage ihrer künftigen Verfassungbestimmt, dagegen blieb die oberste Leitung aller Ko-lonial-Angelegenheiten und die Ernennung zu öffent-lichen Aemtern dem jedesmaligen Brittischen Regentenvorbehalten. Diese beiden Kompagnien, so getrenntauch ihr Interesse war, da jede nur ihre Besitzungenim Auge hatte, machten nun auch schnell Gebrauchvon dieser Königlichen Munificenz; denn schon am19. December 1606 sandte die London-Kompagniedrei mit 500 Kolonisten bemannte Schiffe unter An-führung des Kapitains Newport von dem Ufer derThemse aus nach Virginien, wo sie am Ufer desPowhattan, zu Ehren des Königs Jakob, James-fluß genannt, auf einer Halbinsel desselben dieStadt Jamestown anlegten. — Die Plpmouth-Kompagnie zeigte sich dagegen nicht so emsig in Be-treibung der Kolonisation des ihr zugewiesenen Lan-des; denn das erste von ihr ausgerüstete Schiff wurdevon den Spaniern aufgebracht, und eine im Jahre1607 zuSagadehok versuchte Niederlassung mußteeben sowohl, als das crbauete Fort St. George imfolgenden Jahre wieder verlassen werden- Von 1608bis 1614 ward meist nur von Privatleuten Stockfisch-fang und Pelzhandel an diesen Küsten getrieben, underst 1614 sandte die Plpmouth - Gesellschaft oderot t!l6 ^ 68t6NU ^ckvkntul 6l 8, wiesie auch genannt wurde, den sich schon bei der vorigenKolonie von Virginien so verdient gemachten berühm-ten Seefahrer John Smith zur Erforschung derKüste vom Flusse Penobscod bis zum Kap Cod aus,welches als die einzige Frucht des Zusammentrittes