Uebersiedeln und Heberfiedelung. 667
ten, daß bei dem Gelingen des Unternehmens nochviele Holländer ihren Vorgängern folgen werden,da schon die Auswanderung im Kleinen fortdauert.Die Englischen Einwohner von Port Natal sindseit dem Anzüge der Holländer nach der Kapkolo-nie zurückgekehrt, welches einen Beweis giebt, daßdie Engländer und Holländer in der Kolonisirungnicht mit einander übereinstimmen; die Letztem wol-len nichts von der Emancipation der Sklaven wis-sen, die für das Kapland und Mauritius am IstenDecember 1836 eingetreten ist. — Was die Brit-tischen Kolonien in Australien betrifft, die sich durchUcbersiedelungen aus Europa nur sehr mäßig ver-stärken, obgleich sie ganz zum Ackerbau, der Vieh-zucht, der Gewerbe und des Handels geeignet sind,und auch diese Einrichtung erhalten haben, nicht umdie Eingeborncn zu civilisire», weil daran gar nichtzu denken sey, sondern um das Land durch Euro-päische Kultur zu nutzen, und Auswanderer vondaher anzuziehen, um auch diesen fünften Welt-theil, wie den vierten, Amerika, einstens ergiebigfür den Austausch der Naturprodukte zu machen,also ergiebig für den Welthandel. Ein Mehrercsüber diese Kolonien, s. weiter unten.
Die Ucbersiedelungen der Franzosennach andern Welttheilen, um daselbst Kolonien zugründen, geschah eigentlich erst unter Ludwigdem Vierzehnten, obgleich schon vorher Versuchevon den Franzosen gemacht worden, um Antheilan dem Indischen Handel zu haben, wie z. B. voneinigen Handelsleuten aus Rouen, im Jahre 1535;allein Genonville, ihr Anführer, ward am Vor-gebirge der guten Hoffnung durch heftige Stürmeauf unbekannte Küsten verschlagen, von wo aus ermit Mühe nach Europa wieder gelangte. Nach die-sem ersten mißlungenen Versuche schickte eine in