Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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668 Uebersiedeln und Uebersiedelung.

Bretagne entstandene Gesellschaft in eben der Ab-sicht zwei Schiffe aus, allein Pyrard, der sieführte, kam auf die Maldiven an, und bekamsein Vaterland erst wieder nach einer zehnjäh-rigen unheilvollen Schifffahrt zu sehen. Noch eineandere Gesellschaft, deren Haupt Girard einNiederländer, war, schickte im Jahre 1616 einigeSchiffe nach der Insel Java aus, die auch mitsolchen Ladungen zurückkamen, um die Interessentenschadlos zu halten; aber die zu schwach waren, umdadurch zu neuen Unternehmungen aufgemuntert zuwerden. Der Kapitain Regimont, welcher denAblauf dieses nutzlosen Privilegiums abgewartethatte, munterte verschiedene Kaufleute zu Dieppeauf, ihr Glück in Indien zu versuchen. Rcgi-monts Reise soll glücklich ausgefallen seyn; denner stand mit dem SchiffShauptmann Nieault inVerbindung, und that mehrere Reisen nach Indien.Seine Reise im Jahre 1635 und die Privat-gesellschaft, die er dazu stiftete, war nur eineFolge einer 1633 von ihm dahin unternommeüenglücklich ausgeschlagenen Reise; auch erhielt die Ge-sellschaft 1642 ein ausschließendes Privilegium.Die eigentlichen Kolonisirungen von Seiten derFranzösischen Regierung gingen von Colbert un-ter Ludwig dem Vierzehnten aus. Er legtediesem Könige den Plan einer Ostindischen Gesell-schaft vor, der genehmiget und der Gesellschaft auffünfzig Jahre ertheilt wurde. Alle Fremde, die sichmit 20,000 Livres daran betheiligten, sollten dieRechte geborner Unterthanen erhalten, ohne sich na-turalisiren zu lasten. Das Kapital der neuen Ge-sellschaft sollte 15 Millionen Livres betragen, wozudas Ministerium an 3 Million. Liv. vorstreckte, dasUebrige schoß die Nation zu. Die erste Uebersic-delung dieser Kompagnie sollte in Afrika auf Ma-