Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebersiedeln und Uebersiedelmig. 671

nige Niederlassungen in Sahara, Senegarnbien,Guinea und auf der Insel Madagaskar, und die In-sel Bourbon; dann erkämpfte es Algier 1830; inAmerika: die Fischer-Inseln St. Pierre und Mi-guelon,Desiderad, Marie galanteres Samtes, und einStück von Guiana mit Cayenne. Sämmtliche Ko-lonien enthalten 850 Quadratmcilen mit ^ MillionEinwohner, außer Algier. Diese Kolonien, außer Al-gier, sind greßieutheils in Absicht des Handels errich-tet worden, nach dem Vorbilde der Holländischen.Eigentliche Pflanzörter zur Uebersicdelung von Kolo-nisten aus dem Mutterlande und anderer Länder, umhier sich festzusetzen, Ackerbau, Gewerbe und Handelzu treiben, und dadurch die Macht des Mutterlandeszu vergrößern, kann vielleicht in dem Kolonisations-principe der ersten Erwerbungen der Franzosen gele-gen haben; allein sie kamen an den wenigsten Ortenzur Ausführung, und so beschränkte man sich nur aufden Handel; da auch die Bekehrungsversüche der Ein-wohner der Inseln :c. durch die Jesuiten nicht rechtgelangen, da sie nicht lauter waren, sondern diese sichselbst mit dem Handel beschäftigten, und nicht ihremBerufe getreu blieben, worin sie eS auch durch Strengeversahen, so daß auch von dieser Seite nicht auf diekulturlosen Bewohner der Ansiedelungen gewirktwerden konnce, obgleich die ersten Missionen im Geisteder Liebe dee Ehr.stenthumes handelten und sich da-durch an mehreren Orten Liebe erwarben; allein siearteten aus, blieben nicht ihren Hauptgrundsätzentreu, und mischten sich auch in die Politik der Landes-fürsten, welches man nicht gut heißen wollte, und da-her hatten ihre Unternehmungen auch von dieser Seitenicht den ernünschten Fortgang. Was nun Algierbetrifft, welches Land zu einer Ackerbaukolonie umge-wandelt werden soll, so wird Manches darüber wei-ter unten vorkommen.