Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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670 Uebersiedeln und Uebersiedelnng.

Die Privatniederlassungen, die der Minister Col-bert für Frankreich auf den Westindischen Inselnankaufte, waren zu Martinique, Guadeloupe, St.Lucie, Grenada rc. Auch wurden Kolonisten nachCayennc übergesiedelt, und ein Theil von St. Do-mingo von den Flibustiern gewonnen. Auf dem Fest-lande von Amerika hatten sich Franzosen in Canada,Akadien und Terreneuve angesiedelt, diese Besitzun-gen 1713 aber im Utrechter und 1762 im PariserFrieden an England abgetreten, so wie Louisiana anSpanien, erhielten es jedoch wieder und verkauftenes 1803 an Nordamerika. — Im Jahre 1720 be-setzten die Franzosen die Holländischen Inseln, inOst-Afrika, Jsle de France und Boucbon, und imJahre 1830 Algier. Von allen früheren Koloniender Franzosen in den drei andern Welttheilenwar die ergiebigste St. Domingo, das vor der Rc--volution 170 Millionen Livres einbrcchte und über40,000 freie Einwohner enthielt. — Mcn wollte be-haupten, daß wenn die beiden Ostindiscken Gouver-neure LabourdonnaiS und Dupleir sich hättenverstehen können, Frankreich in jener Zeit und durchdiese Männer leicht zur Herrschaft Jnd.ers gekommenwäre; denn die Französische Macht sachte die Eng-lische zu verdrängen; allein so erhielt bie e die Ober-hand; sie schleiften 1761 Pondichery uvd entriß denFranzosen fast alle Besitzungen außer Zsle de France,Bourbon, Carical, und dem geschleift zurückgegebe-nen Pondichery; allein auch diese gingm meist in derRevolutionszeit in den Kriegen mit England verlo-ren, und nur die Insel Bourbon blieb ionen. Nachder Wiederherstellung der Bourboaen in Frank-reich, 1814, oder der sogenannten Restcmation Frank-reichs behielt dasselbe an Kolonien in A'ien: Mähe,Carikal und Pondichery, nebst Komptrieen und Han-delSlogenan mehrere anderen Orten; n Afrika: ei-