Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Übersiedeln und Übersiedelung. 673

und nachher die Festung Dansburg anlegten, die zurVertheidigung der Stadt und der Rhede hinreichendwar. Das Kapital der Gesellschaft betrug 250,000Thaler in 250 Aktien, und hiermit machten sie ziem-lich ansehnliche Geschäfte in allen Gegenden In-diens. Dieses Glück dauerte aber nicht lange; denndie Holländer, eifersüchtig auf den glücklichen Fort-gang des Dänischen Handels, suchten die Dänen nachunv nach von allen Märkten durch ihr Uebergewichtzu verdrängen. Hierdurch sah sich die Gesellschaftauch veranlaßt ihr Privilegium wieder zurückzugeben,und ihre Besitzungen der Regierung zu überlassen,für die Summe, die man ihr schuldig war. Aucheine zweite Gesellschaft unter Christians des Fün f-ten Regierung 1670 errichtet, war noch viel unglück-licher in ihren Unternehmungen, und erlosch 1730.Eine dritte Gesellschaft die den Namen Königl.Asiatische Handelsgesellschaft führt, und 1732gestiftet wurde, besteht noch jetzt. Außer Tranquc-bar nebst Gebiet in Ostindien; und in Afrika Nieder-lassungen in Guinea, erwarben die Dänen auch nochdie Inseln St. Thomas, St. Jean und St. Croix inWestindien. Die Letztere erkauften sie von Frank-reich 1733, die Erstere hatten sie aber schon 1668 inBesitz und unter Friedrich dem Vierten gründeten sieihre seitdem vermehrten Kolonien auf Grönland, mit-telst der Mission des Predigers Egeve. Da die Ko-lonien der Dänen sich nur auf den Handel beziehen,so kommen sie auch nur in dieser Beziehung in Betrach-tung, nicht aber als Ackerbau treibende Kolonien; dennUebersiedelungen von Dänen und Norwegern ausdem Mutterlanve nach den gewonnenen Kolonien sindnur immer sehr spärlich geschehen. Die Besitzungender Dänen zusammen in den genannten Welttheilenbetragen 329j Quadratmeilen mit 101,787 Ein-U)ec. techn. Enc. Th. 6X6II. u u