690 Ueberfiedeln und Uebersiedelung.
lins, und Franklins und Morris mit dank-barem Hochgefühle auf die schönen Tempel hinsehen,welche seine Vorfahren mit vielem Schweiße undgroßen Kosten erbaueten, um ihren Nachkommendas Evangelium in seiner wiederhergestellten Rein-heit und Lauterkeit, und in ihrer Sprache zu hinter-lassen! Ja wenn die Deutschen jenes Asyl so fleißigals bisher sich ausersehen werden, um dort dieschönsten Früchte ihres Fleißes und ihrer Frömmig-keit und Rechtschaffenheit zu hinterlassen, so wirddeutsche Sprache, deutsche Sitten und deutsche Wis-senschaften und Künste sich über jenes ungeheureFestland so verbreiten, wie die Fluten die See be-decken. — Betrachten wir aber Kolonisationen blosin Rücksicht auf unsern eigenen Vortheil, und nurals ein Mittel, die Lage der Zurückbleibenden zuverbessern!, indem diese dann von der Last, dieArmen zu unterstützen, befreiet werden, so bin ichfest überzeugt, kann es kein besseres Mittel geben,welches diese beiden Gegenstände so vollkommen zuerreichen vermag. — Hätten sich Kolonisations-Gesellschaften in Deutschland gebildet, und wärevon ihnen der Gegenstand, der, wie ich aus eige-ner Nachforschung weiß, die Lieblingsneigung derUnbemittelten und Dürftigen ist, in besondere An-regung gebracht, nämlich nach einem noch wenigbebaueten, aber fruchtbaren und gesunden Neulandein Amerika zu ziehen, so glaub' ich, hätten wir ausdem natürlichen Grunde keinen Armen mehr Un-terstützung zu geben, der auch in Nordamerikaherrscht, weil dann keine Armen einer Unterstützungbedürftig seyn würden." Brauns macht nun nochfolgenden Vorschlag zu einem abzufassenden Ge-setze, um die Übersiedelungen, wenn nicht zu för-dern, doch dauerhafter oder andauernder zu machen:1) Man bevollmächtige den Municipalrath,