Uebersiedeln und Übersiedelung. 689
Sitten wieder, sondern sieht auch dort seine Glau-bens- und Stammgenosien sich der Wohlthaten ei-ner so freien Verfassung erfreuen, wie sie nur einstin den Germanischen Wäldern zu Hermanns Zei-ten gefunden werden konnten. Er gewahrt denSüden Amerikas dieselben freien Institutionen un-ter sich einführen, so weit dieses der barbarischeZustand, in welchen Spanien und die Inquisitiondies reiche, aber niedergedrückte Land versetzte, ge-stattet. Kann man einen überzeugendem und tref-fendem Beweis von dem herrlichen Einflüsse ver-langen, der die Kolonisation unserer Zeit begleitenwird? Erfahrung geht weit über alles Räsonne-ment. Die aufgeklärten Grundsätze unserer gemä-ßigten Monarchie, und die reinen Lehren unsererverbesserten Religion können daher gewiß nicht durchdie vielen, fast täglich in unsern Druckerepen er-scheinenden Schriften so wirksam verbreitet werden,als durch die zahlreichen Züge einer in diesenGrundsätzen erzogenen und jährlich aus diesemfruchtbaren Bienenstöcke herausschwärmenden Volks-masse. Wenn einst nach dem natürlichen Laufe desSteigens und Fassens aller Nationen, auch dieGröße und Kultur der Europäischen Nationen da-hin gesunken ist, wird dann nicht in dem neuenAbendlande das Andenken Deutschlands stets ge-segnet bleiben! Wird man dann nicht dort nachJahrhunderten noch mit Freuden bekennen, daß manDeutschem Fleiße den schönsten Anbau der neuenabendländischen Fluren dankt, daß vorzüglich Deut-sche es waren, welche die grenzenlosen Einöden undWälder und Sümpfe in liebliche Auen und Gefildeverwandelten. Wird dann nicht dort nach Jahr-hunderten oder Jahrtausenden ein NachkommeTuiskons in den Hainen Penns und Mif-Oec. tech. Enc. Tb. 6X6II. X r