Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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llebklsiedeln und Ueberstedei'ung. 695

und so auch das neue konstitutionelle Regierungs-system, welches den Einwanderungen von Koloni-sten aus anderen Staaten günstig ist, jedoch nurmit Bezug auf die katholische Religion, die hierherrschende Staatsreligion ist, wie in Spanien.Bestimmte Nachrichten von einer früheren Bevölke-rung Portugals hat man nicht; aber auch sie istschon ansehnlich gewesen. Durch die Eroberungenund Kolonisirungen der Portugiesen im fünfzehntenund sechzehnten Jahrhunderte in Afrika, Asien undAmerika ist das Mutterland durch viele Uebersicde-lungen, besonders an Soldaten geschwächt worden,ohne daß sie durch Einwanderungen aus dem übri-gen Europa ersetzt worden wären; denn man betrach-tete Spanien und Portugal in dem übrigen Europa indem vcrwichenen Jahrhunderte noch als eine lerrsüinu^uitu. Auch Portugal kann noch fleißige Kolo-nisten gebrauchen. — Frankreich zählte 1836:35,540,908 Einwohner; vor der Revolution inden 1780ger Jahren 26 Millionen. Nach einer ge-nauen Zahlung, die der Generalkontroleur AbbeTerray 1773 angestellt hat, betrug die Anzahl imganzen Reiche, mit Ausnahme von Corsika, der Ar-meen und der Klostergeistlichen, 23,531,000 Seelen.Hier würde nun Frankreich trotz der Stürme derRevolution, des Menschenverlustes durch die immer-währenden Kriege Napoleons, bedeutend an Men-schenzahl zugenommen haben; indessen ist darindoch noch keine Klage von Uebervölkerung in denlangen Friedensjahren von 1815 bis jetzt laut ge-worden; denn die Ereignisse von 1830 sind in Hin-sicht des Menschenverlustes zu unbedeutend, und derfortwährende Kriegszustand der Kolonie von Algierist auf eine Absorbtion von Menschen aus denMutterlande zwar nicht unwichtig, wirkt aber doch