Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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696 Übersiedeln und Übersiedelung.

nicht störend auf die Bevölkerung, und trotz derenZunahme fehlt es noch an arheitenden Händen, nmden Boden zu bebauen; denn es liegen nach denneuesten Berechnungen noch 7,185,475 HektarenBodenfläche unangebauet, theils als Sümpfe, theilsals Dünen und Moräste. Uebrigens wird dieBevölkerung Frankreichs, wenn sie auch keine Ein-wanderungen zuläßt, doch durch die Kolonien diesesStaates und durch die Sucht der Franzosen sich inandern Ländern anzusiedeln, immer im Gleichgewichtemit den arbeitenden Händen erhalten werden, unddaher scheint eine Uebervölkerung dieses Großreichsin Europa noch fern zu liegen. — Italien, ob-gleich nicht übervölkert, wenn man die einzelnenStaaten und den darin zu bearbeitenden Bodenüberschauet, eignet sich jedoch weniger zu Ansiede-lungen anderer Völker, und dieses wegen der nochimmer darin herrschenden strengen Religionsgrund-sätze. Das Königreich beider Sicilien, als derbedeutendste Staat in Italien, hatte im Jahre 1838ungefähr 7,915,141 Bewohner. Im Jahre 1782zählte man im Königreiche Neapel, außer den See-soldaten und den dazu gehörigen Personen, 4,675,196Einwohner, und auf Sicilien, 1777, nach S estini,1,300,000 Seelen, mithin ist die Zahl der Ein-wohner beider vereinigten Reiche seit dieser Zeitnahe an 2 Millionen gestiegen; allein eine Ueber-völkerung ist hier nicht bemerkbar. Nach diesemVerhältnisse sind auch die übrigen Staaten Italiensin der Bevölkerung seit dem vorigen Jahrhundertegestiegen; aber alle leiden noch an keiner Ueb ervöl-kerung, ja in den mehrsten wurden der Ackerbauund die Gewerbe noch sehr lau betrieben, obgleiches an einem zu bearbeitenden Boden und an Auf-munterung der Regierungen nicht fehlt. Die Jta-