Ucbersiedeln und Übersiedelung. 703
Einwohner, und 20Jahre früher nur 1,836,000, siehat also eine Zunahme von 354,258Seelen auf696Quadratmeilen erhalten. Auf die Quadratmeile wür-den demnach nach der Angabe von 1837: 3147 Ein-wohner kommen, woraus sich also noch keine Über-völkerung herausstellt, wenn gleich die Bevölkerungnicht geringe ist; daß sie noch Fremde aufnimmt, istder Beweis, daß sich unter der aufgenommenen Zah-lung von 1837: 56,344 Ausländer befanden; aberauch die Schweiz erleidet Auswanderungen, wenigerder Nahrungslosigkeit wegen, als der politischen Wir-ren, die seit einiger Zeit die Schweiz befallen haben.Die Schweizerregimenter in fremden Diensten, wie inFrankreich, Spanien, Neapel rc., haben aufgehört;man verlangt sie nicht mehr. — Die Niederlandeoder Holland, ohneLimburg undLuxenburg, welchezum Deutschen Staatenbunde gehöre», und 303,000Seelen enthalten, hatten im Jahre 1840 eine Ein-wohnerzahl von 2,662,500, dabei eine Zunahme in20 Jahren von beinahe 500,000 Seelen. Ver-eint mit Belgien bis zum Jahre 1830 suchte schondie Regierung Alles zu bewirken, um jedes Mißver-hältniß in der Zahl der Bewohner und der Quellenzum Erwerbe auszugleichen, um so die Stockungender Gewerbe und des Handels, durch die früherenDrangsale des Krieges und die Vereinigung mitFrankreich herbeigeführt, wodurch die Kolonien ver-loren gingen, die erst nach dem Frieden von 1815von England mit dem Verluste von einigen der wich-tigsten zurückgegeben wurden, zu beseitigen. Der be-deutend sich herangebildeten Armuth suchte die Regie-rung durch die Austrocknung der Moräste und denAnbau öder Landstriche, durch die Anlegung von Ar-menkolonien und Torfstechereyen abzuwehren; ein gu-tes Mittel, brodlose Einwohner zu beschäftigen, sieam Auswandern zu hindern und dem Staate zu er-