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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebersiedeln und Uebersiedelung. 711

Familie und mit fremder Hülfe zu kultiviren, sonderner hofft hier auf Unterstützung, auf Anweisung vonLänverepen zur Uebcrwachung von Seiten der Regie-rung oder von den Unternehmern des Anbaues, ent-weder geschenkt zu erhalten von Ersterer, oder, daß sieihm von den Letzteren zu einem gewissen Preise ange-schlagen werden, dessen Summe er so lange verzinset,bis er in den Stand gesetzt wird, sie nach seinen Kräf-ten durch den Gewinn, den er aus der Bearbeitungdes Bodens zieht, in Geld oder in Früchten abzutra-gen, und sich so durch die höchste Anstrengung mitseiner Familie ein Dvminium erwirbt, welches die Fa-milie nothdürftig ernährt, und das er dann sein nen-nen kann. Allein dieses sind nur Aussichten und Hoff-nungen für den ärmeren Theil der Uebersicdler; denngrößtentheils werden sie Tagelöhner, ja Sklaven derandern Bemittelten, deren Boden sie nun mit ihremSchweiße düngen; sie waren in Europa selbstständigeBauern oder Ackersleute, und werden setzt TagelöhnerderAndern,da dasjenige, was sie noch über dicTrans-portkosten von Europa aus erübriget haben, nicht hin-reicht, sich Länderepen zu kaufen und sie zu bewirth-schaften. Schmitz, der selbst mehrere Jahre in Nord-amerika war, sagt in seiner „Nachricht über Bra-silien", vorzüglich zur Belehrung Deutscher Aus-wanderer, S- 37: „Diejenigen, welche sich nachNordamerika einschiffen, laufen öfter Gefahr, um ihrReisegeld betrogen zu werden. Bei ihrer Ankunft inNordamerika sind sie sich selbst überlassen. Niemandnimmt sich ihrer pflichtmäßig an, sie sind den Ränkenlistiger Betrüger ausgesetzt. Ganz anders ist es inBrasilien, wo die Regierung den neuen Ankömmlin-gen Länderepen schenkt, und sich derselben freudig an-nimmt. Ob nun dieses Letztere auch so zutrifft, als eshier ausgesprochen wird, möchte wohl bezweifelt wer-den, indessen haben sich Katholiken wohl immer gün-