CHAPERON rZ
Dieser naife Spott ist ein sehr richtiges Urtheil über diesesTrauer - oder vielmehr heroische Schäftrspiel.
Menschen, die von litterarischen Anekdoten einigermaßenunterrichtet sind, werden ohne Zweifel von dem berühmten Sou-per, welches zu Auteuil gegeben wurde, gebört haben, da-sich mit einer Begebenheit endigte, die nicht so wahrscheinlichals wahr ist. Der Wein versetzte alle Gäste von der unmäßig-sirn Freude in die ernsthafteste Moral. Die Betrachtungenüber das Elend des Lebens, und über jene nicht allzu tröstlicheMarime einiger alten Sophisten: Das erste Glück ist,nicht geboren zu werden, und das letzte, ge-schwind zu sterben, wachte, daß sie einen rasenden Ent-schluß faßten; sie waren Willens, sich i» den F^ß zu stürzen,der nicht weil war. Diele Tollheit sollte eben ausgeführt wer-den * als ihnen Mokiere vorstellte, eS wäre Schade, daß eineso schöne Handlung in Dunkelheit vergraben bleiben sollte , undsie verdiente, bet hellem Tage in Angesicht von ganz Pari-vollzogen zu werden. Dieser Scherz hielt sie von der Ausfüh-rung ihres schönen Plans zurück, und CKapelle sagte mir Lachen:Ja, meine Herren, wir wollen uns nicht eherals morgen früh ersäufen, und indeß den Wein«»-trinke«, der noch übrig ist. Man weiß, daß derfolgende Tag ihre Ideen änderte.
Dieser liebenswürdige Epicureer lebte ohne Engagement,zufrieden mit LoooLivres Leivrenten, und starb i68t> zu Paris,vhngefähr in seinem 70. Jahre.
D'Assvnki schildert ihn als einen Menschen, der ganzGeist war, und beinahe gar keinen Körper harre;woraus man schließt, daß er klein, hager und schwächlich war.Man hat von ihm außer seiner Reise einige kleine
Pieces fugitives en vers et en profe,
die man mit Vergnügen liest. Le Fevre <le St. Marc besorgteA755 eine neue Ausgabe der
Foyage de Chaptlle et Bachaumont , 2 Bände in 12.und der Werke des erstem mit Anmerkungen und leftnswürdigmNachrichten über das Leben des einen und des andern.
CHAPERON oder CHAPRON (Nicolas), ein Mahler tinöAupferähcr auS Chateaudün, lernte bei Simon Bouet.Er hielt sich lange Zeit zu Rom auf, wo er 1638 die Gemählde
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