Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CHARLY

CH ARMI S

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Da er es nicht mehr wagen durfte, nach Paris zurück zu keh-retw wo ihn ver Herzog von Burgund verfolgt haben würde,würd' er gcnörhiget, sich unter der Makke eines Pilgrims nachDeutschland, und in der Folge ngch kyon in das Kloster der Co»lesiwer zu begeben, wo sein Bruder"Prior war. Dieser großeMa n trieb die Erniedrigung so weit, daß er Schulmeister ward.

Er garv >429, im 66. Jahre.

Wir haben von ihm eine

Sammlung seiner Nderke in 5 Foliobanden, 1706 von .

Düpin in Holland herausgegeben.

Gerson war ohne Widerspruch der beste Theologe seiner Zeit;dieß Lob gab ihm der Cardinal Iabarellg auf dem EostnitzcrConcilium, dessen Seele er war. — Einige Schriftsteller schrei-ben ihm das vortreffliche Buch

lieber die Nachahmung Christizu. „lesn Oorton,« spricht der Abbe G oug et, »würbe Doctor„Christianislimus oder Evangelicus genannt, und verdiente„einen solchen Titel., Die Reinigkeit seiner Lehre, und die auf-richtige Frömmigkeit, die in keinen Sitten glänzte, hatten ihm»dieselben verdienter Weise erworben. Sagen wir auch noch,»daß er ihn deßwegen verdiente, weil er dem Pharisaismus sei-»ner Zeit den heiligen Krieg ankündigte, und über diejenigen»glücklich triumphierte, welche neue Lehren in die christliche»Kirche einführen wollten, die gegen die evangelische Freiheit» und die Einfalt der Religion waren; welche sich bemühten, die»Gläubigen unter das Joch lästiger Vorschriften und verschie-»dener Verordnungen in der Disciplin zu beugen, wovon die»meisten bis jetzt in der Kirche unerhört waren.«

CHARLY (Louise). Man sehe den Artikel ALKE.

CHARMIS, ein empirischer Arzt von Marseille, fand diesenSchauplatz zu klein für ihn, und ging nach Rom, um daselbstunter dem Kaiser Nerv zu glänzen. Er machte sich dadurch ei-nen Namen, daß er von allem, was seine Kunstverwandlcn ver-schrieben , gerade das Gegentheil verordnete. Er ließ in dergrößestcn Kälte des Winters kalte Bader nehmen. Senecamachte sich, trotz seiner Weisheit, eine Ehre daraus, seinenVerordnungen zu folgen, kharmis ließ sich dieselben sehr theuerbezahlen. Man sagt, er habe von einem Menschen, den er wah-rend einer Krankheit behandelte, gegen 20,020 FranzösischeLivreS gefordert.

CHARMOIS