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CIMON
den Kirchen seiner Gebnrtsstadt ausbesserten» Cimabue fing an,in den Gemählden seiner Figuren sich der Natur zu nähern , sodaß seine Altarblatter, auf einen Goldgrund gemahlt, die manmeistens in den Kirchen zu Florenz und Pisa findet, jedermannin Verwunderung setzten. Der Ruhm seiner Kunst bewogCarl I. König von Neapel, welcher durch Florenz reiste, ihn zubesuchen.
Cimabue starb um das Jahr izoo, im 6o. seines Alters.Die Oehlfarben waren zu seiner Zeit noch nicht erfunden; ermahlte also gemeiniglich auf frischen Kalk, eine Kunst, die erwieder erfunden haben soll, und in Wasserfarben. Man findetdavon noch einige Ueberreste zu Florenz, worin man Genie undviele Nakurgaben, aber wenig guten Geschmack bemerkt, welchernur durch die Erfahrung und turch Betrachtungen über schöneWerke erworben wird. Er übertraf die Griechen seiner Zeit, in-dem daß er die Gesichtsmienen viel lieblicher, die Falten derGewänder natürlicher, auch weniger hart, und die Umrisse rich-tiger zeichnete. Sein Colorit ist lebhafter, und die Tinten sindziemlich künstlich abgewechselt. Er gab seinen Figuren Propor-tion und Natur. Ein Gemählde von Cimabue, welches dieJungfrau Maria vorstellte, wurde so schön befunden, daß dieStadt Florenz dasselbe unter Trompeten-und Paukenschall in dieKirche Santa Maria novella bringen ließ.
CIMON , General der Athenicnser, war der Sohn des M i l-tiades und Hegesiphyla oder Hegesippa. Die erster»Jahre seines Lebens hatten keine allzu vortheilhafte Meinung vonihm erweckt. Sei» Vater war beladen mit einer großen Geld-strafe gestorben, Cimvn wurde, weil er sie nicht bezahlen konnte,in daß Gefängniß geworfen, und erhielt seine Freiheit nur durchAbtretung seiner Schwester Elpinice, die zugleich seine Gat-tin war, an den Callias, der an seiner Statt den öffentlichenFiscus befriedigte. Das schlechte Ansehen, in welchem er stand,hatte das Volk,so gegen ihn eingenommen, daß es ihn, als ersich unter denen mit darstellte, welche sich um öffentliche Aemterbewarben, sehr übel aufnahm. Zurückgestoßen durch diese miß-liche Aufnahme, dachte er auf die öffentliche Geschäfte ganz Ver-zicht zu leisten, als ihm Aristides, der in ihm unter seinengroßen Fehlern große Talente entdeckte, wieder Hoffnung mach-te, und seine Bildung übernahm.
Kurz