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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CLARKE

CLARKE (Samuel), 1675 zu Norwich geboren, erhieltseiner Verdienste wegen die Predigerfielle an der Pfarrkirche St.Jacob zu London. Er gehörte einige Zeit zur Partei der neuenArianer, unter welchen sich auch New ton und Wi ston be-fanden. Er bebaaptete seine Meinung in einem Werk, betitelt:

Die Lehre der Schrift über die Dreieinigkeit, 1712, mitAnsätzen 1719, r nv nach seinem Tode zum dritten Mahlgedruckt, mit Vermehrungen, die mau auf eigenhändiggeschriebenen Papieren fand.

Seine allzu bekannte Anhänglichkeit an die Seele, zu der ergetreten war, binderte ihn, Erzbischof zu Canrerbury zu wer-den. Als die Königin Anna ihm diese Würde geben wollte,sagte Gipson, Bischof zu London, zu ihr: Madam,Elarke ist der gelehrteste und rechtschaffensteRaun von England; es fehlet ihm nur das Ein»zige, daß er kein Christ ist.

Clarke zeichnete sich durch seinen Character eben so an-, alsdurch seme Talente. Sanft, mittheilend, würd' er von Frem,den und seinen Mitbürgern gleich sehr gesucht. Er starb den17. Mai 1729, im 54. Jahre, nachdem er den ArianiSmus«ufgegrben harte.

Ungeachtet mehrerer eigener Meinungen hatt' er viel Reli-gion. «Ich erinnere mich," sagt der Verfasser der Elemeus dela philosophie dc Newton, »daß der D. Clarke bei mehrern»Conferenzeu, die ich im Jahr 1726 mit ihm hielt, den Namen»Gott nie anders, als mit sehr merkbarer Ehrfurcht aus»»sprach. Ich gab ihm den Eindruck zu erkennen, den dieses»auf mich machte, und er sagte mir, daß er diese Gewohnheit,»die in der That alle Menschen haben sollten, ohne «S selbst z»»wissen von Newton angenommen habe.«

Seine Uneigeunützigkeit war außerordentlich. Nach New-tons Tode, 1727, trug man ihm die Stelle eines Intendantender Münze, welche jährlich 1200 Louisd'or einträgt, anraber selbst so beträchtliche Einkünfte konnten einen Philosophennicht in Versuchung führen, welcher den Werth der Zeit des»ser kannte, als den Werth der Reichthümer; er schlug den M«trag aus.

Seine Werke, die 1738 in 4 Foliobänden zu London heraus-kamen, sind meisttutheils in Englischer Sprache geschrieben.Man sieht in alle» einen aufgeklärten Gelehrten, eine» metho-dische»»