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CONFUCIUS
klarte er, daß er nicht der Erfinder dieser Lehre sei, sondern sievon altern Schriftstellern, vorzüglich von den Königen Yao undXun entlehnt habe, die mehr als 1500 Jabre vor ihm ge<lebt harren.
Seine Schüler hatten eine so außerordentliche Verehrung vorihm, daß sie ihm Ehrenbezeigungen gaben, welche man nurdenen zu ertheilen gewohnr war, die auf dem Throne saßen.Er kam mit ihnen in das Königreich Lu zurück, in welchem erim 73. Jahre starb.
Einige Jahre vor seinem Tode beweinte er die Unordnungenseines Jahrhunderts: „Ach, sagte er, es giebt keine Wei-sen, es g i e b t k e i n e Heiligen mehr. Die Königeverachten meine Maximen; ich bin unnütz in derWelt; es bleibt mir nichts übrig, als aus ihr zugehen. “
Sein Grabmahl ist in der Academie selbst, wo er seine Leh-ren vortrug, bei der Stadt Rio-fn. Man siehet in allenStädten prächtige Collegien, die ibm zu Ehren errichtet sind,mir folgenden Inschriften in goldenen Buchstaben: Demgroßen Meister. — Dem ersten Lehrer. — DemLehrer der Kaiser und Könige. — Dem Heili-gen. — Dem Könige der Wissenschaften. —
Wenn ein Sraatsbedicnter vor diesen Gebäuden vorbei geht,steigt er von seinem Palankin, und geht, das Andenken dessel-ben zu ehren, einige Schritte zu Fuß. Seine Nachkommensind geborne Mandantin:, und bezahlen dem Kaiser keinenTribut.
Man schreibet diesem Philosophen
Vier Bücher der Moral
zu, die man als sein wahres Porträt und seine schönste Lob-schrift betrachtet. Sein« Tugend und seine Verdienste waren,wenn man den Chinesischen Geschichtschreibern glaubt, außer-ordentlich. Er war billig, artig, samt. leutselig, heiter,strenger gegen sich, als gegen Andere, ein harter Richter seineseigenen Betragens, sprach wenig, dachte viel, bescheiden un-geachtet seiner Talente, und übte sich ohn' Unterlaß in derAusübung der Tugend.
Unter der Menge seiner Maximen führen wir nur folgendean: » Die Vernunft ist ein Spiegel, den uns der Himmelschenkte; läuft er an!, so muß man ihn putzen.
»Man