Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
Seite
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CONRAD IV.

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die Kaiserlichen, sagt man, immer Wiblinger, und die,welche gegen die Kaiser waren, Welfker genannt wurden.Die Jtalianer, deren sanftere Sprache diese Ihnen barbarisch klin-genden Wörter nicht aufnehmen kennte, modelten sie so gut siekennten um, und machten ihre Gnelfen und Gibclinendaraus. Diele Etymologie geben einige Geschichtschreiber diesenbeiden Namen; sie wird aber nicht allgemein anerkannt, und wirgeben an einem andern Orte dieses Wörterbuchs eine anderean. (Man sehe den Artikel BUONDELMONTE.)

Cenrads III. Fcldzug in das heilige Land war weit wenigerglücklich, als sein Krieg gegen Baiern. Unmäßigkcit, undnicht das Gift, welches die Griechen in die Brunnen geworfenzu haben im Verdachte standen, brachte einen !heil seiner Armeeum; vielleicht kennen aber auch beide Ursachen zu diesem Ver-luste beigetragen haben.

Nach seiner Znrückkunft nach Deutschland starb Conrad 1152zu Bamberg, ebne in Italien gekrönt werden, und seinen Sohnals König von Deutschland hinterlassen zu können.

Einige Schriftsteller erzählen einen großmüthigen Zug aus derGeschichte dieses Fürsten. Er gab nach der Eroberung von'Weinsberg Befehl, alle Männer zu Gefangenen zu machen, undallen Weibern die Freiheit zu schenken. Conrad bewilligte denletzter,,, so viel als sie tragen könnten mit sich zu nehmen.Sie nahmen ihre Männer auf ihren Rücken und ihre Kinderauf ihre Arme. Der Kaiser wurde durch diese ihre Liebe gerührt,und verzieh allen Einwohnern.

Conrad war ein menschenfreundlicher, freigebiger und from-mer Fürst, aber von sehr mittelmäßigem Genie, und ließ sichsehr leicht zu großen Unternehmungen verleiten. Er war wenigzuverlässig, wenig glücklich, und wenig standhaft in der Aus-führung derselben, obgleich tapfer in Gefahr. Einfach in seinenManieren und seinem Betragen , hatt' er eine Sanftheit desCharakters, die oft in Schwache ausartete. Ein furchtloserKrieger, ein guter Fürst, ein schwacher Kaiser — diese Worte,sagt M. de Montigui , schließen seine Eigenschaften und Fehlerin sich.

CONRAD IV. Herzog von Schwaben, und Sohn Frie-drichs II. ließ sich nach dem Tode dieses Fürsten, 1250, zumKaiser erwählen. Der Papst Innocens IV. ließ, anstatt

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