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CONSTANTINUS D. GR.
CONSTANTINUS (Flavius Valerius), der Großegenannt , Sobn des Constantius Chlvrus und derHelena, wurde 274 zu Naissa, einer Stadt in Dardanie»,geboren. AIS Diokletian seinen Vater zum Mitrcgcnlmnahm, behielt er auch den Sohn weacn seiner angenehmen Bil-dung, wegen der Sanftheit seines CharacterS, und vorzüglichwegen seiner kriegerischen Eigenschaften um sich. Als Diocle-1 i a n und Marimia «Hercules die Regierung niederlegten,setzte ihn Galerius, der auf diesen junge» Fürsten eifersüchtigwar. allen Arten von Gefallen auS, um seiner los zu werden.Consiantin entdeckte seine Absichten, und rettete sich zu seinemVater. Er verlor ihn kurz nach seiner Ankunft, und würd' imJahr 306 an seiner Statt zum Kaiser erklärt; aber Galeriuöschlug ihm den Titel Augustus ab. und gab ihm nur denTitcl Cäsar. Er erbte dem ungeachtet die Lander, welche sei-nem Vater gehört hatten, Gallien, Spanien und England.
Seine ersten Feldzüge waren gegen die Franken gerichtet,welche damahls Gallien verwüsteten. Er machte zwei ihrer Kö-nige zu Gefangenen; ging über den Rhein, überfiel sie un'oer-niuthet, und richtete eine schrecklich« Niederlage unter ihnen an.Nun kehrte er seine Waffen gegen Marentius, der sich mitMarimin gegen ihn verbunden hatte. Als er an der Spitzeseiner Armee marschierte, um nach Italien zu ziehen, soll er,wie man versichert, kurz nach der Mittagsstunde unterhalb derSonne ein glänzendes Kreuz mit der Inschrift: Inhoc signovinces, gesehen haben. Auch soll idm die darauffolgende RächtChristus erschienen sein, und ihm gesagt haben, er solle sich dieserglänzenden Säule, die ihm in Gestalt eines Kreuzes erschienenwäre, anstatt der Standarte bedienen. Bei seinem Erwachengab er Befehl, dieses Zeichen zu machen, welches Lubarum ge-nannt wurde; es bildete ein« Art vonk, mit einer geradenOuerlinie.
Einige Tage darauf, den 28. October 312, lieferte er an denMauern Roms eine Schlacht, und schlug die Truppen des Ma-remiuS, der die Flucht ergreifen mußte, und sich in di> Tiberstürzte. Den Tag nach seinem Siege zog Constanti« im Trium-phe ein. Er ließ allen denen die Gefängnisse öffnen, welchedurch die Ungerechtigkeit dcö Marentius sich in denselben befan-den, und verzieh allen denen, die sich gegen ihn erklärt harren.Der Senat ernannte ihn zum 'ersten Augustus , und zum Ober-priester des Jupiter, ob er gleich damahls schon Catechumene