C O N T A R I NI
CONTI
Ii)i
CONTARINI ( Vincenzo), Professor der Beredsamkeitzu Padua, starb 1617 zu Venedig , seiner Vaterstadt. trieo, wiesei» Freund ölurettir, die schöne«» Wissenschaften mit Eifer undErfolg. Unter den veischiedcucn Werken, die er hinterließ,schützet man vorzüglich seinen Tractat
De Äe frumentaria,
und den
I)e militari Romanorum stipendio , Venedig 1609 in 4,beide gegen Julius Lipsius, und »feine
Variae Lectiones, Venedig 1606,welche gelehrte Bemerkungen enthalten.
CONTI ( Armand.de Bourbon Prince de),, Svhndes Prinzen von Conoe, Heinrich II. »var der Chef desHauses Conti. Er wurde 1629 zu Paris geboren. Sein Vaterbestimmte ihn zum geistlichen Stande, und er erbielt die AbbtcieuSt. Dcnys, Clüni, Lcrins und Molcme. Nach dem Tode sei-'ncs Vaters vertauschte er die Kirche gegen die Waffen, rearfsieh, aus Neigung zu der Herzogin von Longue ville, indie Intriguen der Fronde, und »vard Generalissimus derselben.Man schickte ihn gegen seinen Bruder, den großen Conde,der damahls die Königi»» und den Cardinal Mazarin vcrrbei-diate. In der Folge vereinigten sich beide gegen diese Prinzessinund ihren Minister. Conti wurde gesanglich eingezogen, undmit seinem Bruder nach Vincennes gebracht, welches er nurwieder verließ, um sich rnik einer Nichte des Cardiuals, gegenden er Krieg geführt hatte, zu vermahlen. Diese Vermahlungsetzte ihn in die höchste Gunst. Er wurde 1654 zum Gouvernörvon Güienne, und nachher zum General der Armeen in Caralo-nien gemacht, rvo er einige Städte einnahm; endlich waro erGroß-Meister des Hauses des KönigS, und 1662 Gouvernörvon Languedoc. Er starb 4 Jahre darauf zu Pezcnas mit inm-ge»n Gefühl der Religion, welche ihm seine lügenhafte Gemahlin,Maria Martinozzi, eingeflößt hatte.
Man hat von ihn»:
Tratte de la Come'die & des SpeSachs, seien la tradition del’Eglise.
Er hatte über die Schauspiele nicht immer so gedacht. (Mansehe den Artikel MOLIERE.)
Deveits