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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CORNEILLE

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Je fiiis maitre de tnoi, comme de PUnivers;

Je le suis, je veux l’etre. O siecles! o memoire!

Conservez a jamais ma nouvelle victoire.

Je triomphe aujourd’hui du plus juste courroux,

De qui le souvenir puifse aller jusqu’a vous.

Sayons amis, Cinna; c’est moi qui t’en convie.

Die Französische Bühne war auf dem höchsten Gipfel ihresRuhmeS. Corneille unterstützte sie auf dieser Stufe durch sei-nen Polyeucte. Vergebens wollte die Critik vor den Schörhei-ten dieses Stückes die Augen verschließen; vergebens versagteihm das Hotel Romhouillet , das Asyl der schönen Geister wiedes schlechten Geschmacks, seinen Beifall: eS wird immer alseins seiner schönsten Werke betrachtet werden. Der Slyl indemselben ist weder so stark, noch so majestätisch, als der imEinna; aber es hak etwas Rührenderes. Die irdische Liebe con-trastiert darin mit der göttlichen so schön, daß es zugleich denFrommen und den Weltleutcn Genüge leistet. — Nach Po-lyeucte kam Pompee, worin der Verfasser den Lucan benutzte,wie er in der Medea den Seneca nachgeahmt hatte; er schei-net aber an den Stellen, wo er jene copiert, Original zu sein.

Dieser Dichter hatte das Muster guter Tragödien gegeben, ergab nun in seinem Menteur, 1642, das der Komödie. Esist nichts, als eine Nachahmung des Spanischen; aber wahr-scheinlich haben wir dieser Nachahmung dem Mokiere zu ver-danken. Die Komödie des Corneille hatte lange Zeit einen aus-gezeichneten Vorzug vor allen Stücken seiner Zeitgenossen.' DieFortsetzung des Monteur, 1643 vorgestellt, und gleichfalls nachdem Spanischen, machte anfänglich kein Glück, aber desto mehrin der Folge. — Die Jungfrau und Märtyrerin Theodore,1645, beweiset, daß das erhabenste Genie bisweilen am tiefstenfallt. Die Verstficarion ist so, wie in den besten Stücken desCorneille, bisweilen stark, bisweilen schwach; immer dieselbeUngleichheit des Styls, dieselbe Wendung des Ausdrucks, die-selbe Art zu intriguicren. Man findet die niedrigsten Bilderdarin. — Nach diesem indecenten Stück gab er eine Tragödie,deren Stoff so groß und schrecklich ist, als der deö Theodorebizarr und lächerlich war. Dieß ist Rodogune, welche Corneillevorzüglich liebte. Er sagte, „um das schönste seiner Stücke zn„finden, müste man zwischen Rodoguue und Cinna wählen,«vhnerachtet sich daS Publicum mehr auf die Seite des lctztcrnneigt.Rodoguue hat bei sehr wenigen Flecken zahllose Schönhei-ten.