DAMIENS
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ner Verwandten , und rief, wie ein Mensch in der vollste» Ver-zweiflung : »Der König, seine Tochter und seine '»Frau sind verloren.« SeinKvpf, sein Blut und Her; ,waren in der heftigsten Wallung. Der Bösewicht kehrte nachParis zurück, und kam den Zi. desselben Monats daselbst an.
In den erste» Tagen des Jahres 1757 zeigte er sich zu Der- ;sailles, und nahm zwei oder drei Tage hinter einander Opium. |In diesem Zustande dachte er über den schrecklichen Mord nach, j
den er den 5. Januar Abends um z Viertel auf 6 Uhr ausführte. |
Der abscheuliche Königsmörder durchstach LudewigXI. mit einemMesser in der rechten Seite , als dieser Monarch, umgeben vonden Herren seines Hofes, in den Wagen stieg, um sich nachTriano» zu begeben.
Der Mörder wurde augeblicklich arretiert, und nach einigemVerhör zu Versailles in den Thurm Montgommeri zu Paris ge-bracht . wo man für ibn ein Behältniß eingerichtet hatte, undzwar gerade über der Kammer, welche ehedem Ravaillacbewohnte. Der Kdmg übertrug es der großen Kammer des jParlements, seinen Proceß zu instruieren. Ungeachtet der grau« ,samsien Torturen, die er mit erstamilicher Unerschütterlichkeiterlitt, war «S nicht möglich, ihm nur das mindeste Gestandnißzu entreißen, woraus man halte schließen können, daß er Mit-verschwvrne habe. Der Unglückliche versicherte, er würde diesessein Verbrechen nicht begangen haben, wenn ihm so oft wäre zurAder gelassen worden, als er es verlangte.
Nachdem er auf die schrecklichsten Torturen gebracht wordenwar, ohne daß er nur das mindeste gestand, wurde er zu dem-selben Tode verurtheilt, den die berüchtigte» Mörder Hein-richs IV. erduldeten. Den 2g. März desselben Jahres, alsam Tage der Hinrichtung, kam er um z und ein Viertel-Uhr 1auf den, Greveplatz an, und betrachtete mit trocknem u»d festemBlicke den Ort und die Werkzeuge seines Todes. Man brannteihm fürs erste die rechte Hand, zwickte ihn dann mit glühendenZangen, und goß Oehl, geschmolzenes Blei und Pech in dieWunden. Nun schritt man zur Vierrheilung. Die vier Pferdewurden 50 Minuten lang aus allen Kräften angetrieben, ohnedieses Ungeheuer zerreißen zu können. Nach Verfluß dieser Zeitwar Damiens noch bei vollem Leben, und die Henker zerschnittenihm nun die Sehnen und Flechsen an den Schenkeln und Armenmit Scheren, was man auch im Jahr ibio bci Ravaillac