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DAMINI
DAMOCLES
in dem Nachdenken über einen Vorsatz dieser Art wird sein Ver«stand vollends ganz verwirrt; und in einem Anfall seiner Rase-rei begeht er sein Verbrechen, wie ein Unsinniger über den erstenbesten herfallt, und ihn zerreißt. Dieß sind dabei die Gedankeneines Philosophen, und aller derer, die über den Character desUngeheuers nachdachten.
M. Breton hat die Originalacten seines ganzen Verhörs 1757bei Simon zu Paris, nebst einer kurzen Lebensbeschreibung desKönigsmörders, herausgegeben.
DAMINI (Pietro), ein Mahler von Castelfranco, lerntebei I. Bapt. Novelli und dem jünger» Jacob Palma,und studierte fleißig in den Schriften des Lomazzo und Al-brecht Dürer, um aus diesen die Ebenmaße des menschlichenKörpers, und aus jenen die Geschichte und die Regeln der Zu-sammensetzung zu erlernen. In seinem zwanzigsten Jahre finger an, öffentliche Gemählde für die Städte Padua, Venedig,Chiozza, Crcma, Trevisa u. a. mir einer angenehmen Manierzu verfertigen. Er starb 1631, im 39. Jahre, zu Venedig ander Pest.
DAM<! iLamiron (Iea » Ph i l i bert, spr. -rongPgeb. 1794<~* ( J zu Bellevillc, Pros. der Philosophie an der Sorbonne zu^"7 1 Paris, eklektischer Philosoph aus Cousins Schule, schrieb un-und Gest tcr Andern einen Cours de pliilosoplii«, 2. Aufl., Par. 1842.losophie, und selbst ve, leinem Dode leÄe Wchnsten an, jeoccymit dem Verboth, sie nie bekannt zu machen. Sie befolgte die-sen Befehl so getreu, daß sie, da sie sich von allem entblößt sah,und durch diese Schriften eine große Summe gewinnen konnte,lieber dürftig lebte, und den letzten Willen ihres Vaters allenSchätzen der Welt vorzog. Sie blieb auf Befehl ihres Vatersihr ganzes beben hindurch Jungfrau, und nahm eine Mengejunger Frauenzimmer unter ihre Führung, welche wie sie dasGelübde des Calibats thaten.
DAMOCLES, ein Schmeichler des Tyrannen Dionysius,welcher bei einer und der andern Gelegenheit affectierte, dasGlück dieses Fürsten zu bewundern; Dionysius lud ihn, um ihnzu überzeugen, daß die Fürsten nicht immer so glücklich waren,als sie zu sei» scheinen, zu einem Gastmahle, und ließ an einemHaar ein bloßes Schwert über seinem Haupt aufhängen. Da-mocleS wurde vom Gefühl seiner gefährlichen Lage so stark er-griffen . daß er seine Meinung auf Einmahl änderte, und denDionysius um die Erlaubniß bat, sich vom Hofe und der großen
Welt