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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DIONYSIUS

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Ausschweifung in der Freude ließ es nicht zu, daß er an derTafel mäßig war, und er starb a» einer Indigestior', im 58.Jahre seiner Regierung, im 63, seines Alters, und im Jahr386 vor Christi Geburt.

Dionysius hatte alle Laster einrö Usurpatörs: er war ruhm-süchtig, grausam, rachsüchtig, argwöhnisch. Er ließ sich einunterirdisches Haus, mit einem breiten Graben umgeben, bauen,in welches seine Gemahlin und seine Söhne nur dann kommendurften, wenn sie sich von ihren Kleidern entblößt harren, weiler fürchtete, sie möchten Waffen unter denselben verborgen ha-ben. Er trug beständig einen Vrustharnisch. Als ihm einmahlsein Barbier sagte, sein Leben stehe jetzt in seine» Händen, ließer ihn umbring n. und sahe sich nun in der Nothwendigkeit, sichden Bart selbst abzusengen. Sein tyrannisches Mißtrauen ist ineinem Denkmahl verewiget, welches noch in Sicilien vorhandenist; es ist eine Höhle von außerordentlicher Größe, welche dasOhr des Tyrannen Dionysius genannt wird. Sie istin einen Felsen gehauen, und hat genau die Gestalt eines mensch-lichen Ohrs; ihre Höhe ist 80 Fuß, und ihre Lange 230. Mansagt, sie sei so gebaut gewesen, daß alle in derselben hervorge-brachten Töne sich wie in einem Lrennpuucte auf einem gewissenPlatze sammelten, welcher das Tympanum genannt wurde.Ueber diesem Tympanum hatte sich der Tyrann ein kleines Lochmachen lassen, welches mit einem Zimmer in Verbindung stand,worin er sich zu verbergen pflegte. Er hielt sein Ohr an dasLoch, und hörte so alles genau, was in der Höhle gesprochenwurde. Als dieses Werk vollendet war, ließ er alle, die darangearbeitet hatten, umbringen. Er warf in der Folge alle diePersonen hinein, die er für seine Feinde hielt, und ließ sie, sagtman, nachdem er auf vorbemeldete Weise ihre Rede» gehörthatte, entweder hinrichten oder wieder auf freien Fuß.

Eben so bekannt als sein Mißtrauen, ist auch seine Gottlosig-keit. Er harre einer Statue des Jupiter den goldenen Mantelgenommen, und ihn mit einem wollenen ersetzt, und sagte: E i ngoldener Mantel ist im Sommer zu drückend undim Winter zu kalr; der gute Sohn des Saturnkann sich mir einem schlechter» begnügen. Einander Mahl nahm er dem Aescuiap den goldenen Bart, undsagte, es schicke sich nicht, daß er einen Barttrage, indeß sein Vater Apollo keinen habe. Erplünderte den Tempel der Proserpina zu Locri, und als er zu

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