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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DIONYSIUS

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seiner Rückkehr günstigen Wind hatte, sprach er zu denen, dieihm zu dieser Erpedition gefolgt waren: Ich sehe, daß dieGötter keine Feinde der Kirchenrauber sind.

Er nahm sich an Einem Tage zwei Gemahlinnen: Dorisvon Locri, und Aristomache, die Tochter eines der vor-nehmsten Bürger von Syracus. Die erstere gebahr ihm denDi on y siu s, der sein Nachfolger war. (Man sehe die ArtikelDAMOCLES und DAMON).

Am Schluß dieses Artikels wollen wir noch anführen, daßwir den Dionysius darin nur nach der allgemeinen angenomme-nen Idee von demselben geschildert haben. Aber die Wahrheitder Geschichte fodert, daß wir nun auch, nach R o l l i n, hin-zusetzen , daß in seine Laster der Herrschsucht und des Despotis-mus große Eigenschaften gemischt waren. Er ertrug den Wi-derspruch oft, ohne weder Unwillen noch Zorn darüber zu bezei-gen. Er beobachtete gegen das Volk von SyracuS im Allge-meinen ein sehr freundliches und populäres Betragen. »Die»Vertraulichkeit, mit welcher er mir den geringsten Bürgern, und»selbst mit den gemeinsten Handarbeitern sprach; die Gleichheit,»die er unter seinen beiden Gemahlinnen beobachtete, die Ach-»tung und Aufmerksamkeit, dir er ihnen bewies; alles dieß be-»weiset," spricht Rolltn, »daß Dionysius mehr Billigkeit,» Mäßigung, Güte und Großmut!) besaß, als man gemeiniglich»glaubt.«

Er war weder wie Phalaris, noch wie Nero, ein Ty-rann. Was seine Dichter - Manie anlangt, so sagt Rollin, essei immer besser, daß Dionysius die Stunden seiner Muße aussDersemachen wendete, als wenn er sie den Wollüsten und ebenso verderblichen Vergnügungen gewidmet hätte. Eben so dachteauch Dionysius der jüngere darüber, als er sich zu Corinth be-fand. Philipp von Macedonie» fragte ihn in einem ironischenTone, wo denn sein Vater die Zeit zu seinen Oden und Tragö-dien hergenommen hatte? DionysiuS antwortete ihm: Ermachte sie in denjenigen Stunden, die Du undich am Trinktisch und in Vergnügungen zubrin-gen.

DIONYSIUS, der Jüngere genannt, Sohn und Nach-folger der Vorhergehenden, berief auf den Rath seines Schwa-gers Dion den Plato an seinen Hof. Der Philosooh brachte

dem