DIONYSIUS
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dem Tyrannen keine sanftem Empfindungen bei. DionysiuSersilicrte, verführt durch seine Schmeichler, den Dien. undlieg seine Gemahlin einen andern Heimchen. Diese Kränkungrcitjte das Herz des Dien zur Rache auf; er zog gegen denDionysius» und nöthigte ihn, im Jahr 343 vor Christi GeburtSyracus zu verlassen. Zehen Jahre nachher kehrte er zurück,und wurde von dem General der Corinkhier Timoleon vonneuem vertrieben.
DionysiuS der Aeltere hatte seinem Sohne vorher gesagt, wasihm begegnen würde'. Er machte ihm eines Tages Vorwürfeüber die Gewalt, die er einer Dame von Syracus angethanhatte, und fragte ihn im Zorn, ob er wohl jemahls gehört Hütte,daß er in feiner Jugend so etwas begangen habe? Ließ kamdaher, antwortete ihm der junge Mensch mit Heftigkeit,weil d» kein Sohn eines Königs war st. — „ U n b»du," erhielt er zur Antwort, „wirst nie der Vater»eines Königs werden!" Eine Weissagung, die in Er-füllung ging.
Als Dionysius der Jüngere, der noch grausamer undweniger staatsklug als sein Vater war, aus Syracus vertriebenworden war, begab er sich »ach Corinth, wo er, sagt man, eineSchule erössnere, um, wie sich Cicero ausdrückt, doch nocheine Art von Herrschaft zu haben. Man hätte ihm diesePlaisanterie selbst sagen können; denn er schien Spaß zu ver-stehen, und wußte darauf zu antworten. Ein Corinkhier, deri» sein Zimmer trat, und sein spotten wollte, schlug, wie voreinem Tyrannen, seinen Mantel auseinander, um zn zeigen,daß er keine Waffen darunter verborgen habe; aber Dionysiusfaßte den Streich, der ihm selbst versetzt werden sollte, sogleichauf, und ließ ihu auf den Spötter zurück fallen, indem ersagte: Mein Freund, schlage lieber deinen Mantelansein ander, wenn du fortgehen wirst, um ihm da-mit zu erkennen zu geben, er trän es ihm zu, daß er etwasmitnehmen könne. — Ein anderer Corinrlncr suchte ihn überden Umgang aufzuziehen, den er während (einer Größe mit denPhilosophen gehabt hatte, und fragte ihn spöttisch, wozu ihmdie ganze Weisheit des Plato genutzt habe? Findest du denn,erwiederte er ihm, daß ich von der Lehre des Platogar keinen Nutzen zog, wenn du bedenkst, wie ichmein Mißgeschick ertrage?
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Seine