DOLABELLA
DOLLE
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DOLABELLA (Publius Cornelius), Schwiegersohndes Cicero, zeichnete sich wahrend der bürgerlichen Kriege znRom ■ mcl) seinen unruhigen Character und seine Anhänglichkeitan die Paitei deS Julius Cäsar aus. Er befand sich mitdiesem großen Manne in den Schlachten bei Pharsalia, in Africaund bei Munda. Als er zum Tribun des Volks erwählt wor-den war, wollte er ein Gesetz einfuhren, welches den Gläubi-gern sehr nachchciiig war. Marcus Antonius widersetztesich einem Plane, den er aus keiner andern Absicht entwertenhatte, als um diejenigen zu betrugen, denen er schuldig ivar,und das Volk zu gewinnen. Cäsars Amückkunst nach Rommachte seinen Siohrnngcu der Ruhe ein Ende- Als dieser Heldeinige Jahre darauf im Begriff war, gegen die Parther zu Feldezu ziehe», ließ er den Dolabella an seiner Statt zum Consul er-nennen , ob er gleich das im Gesetz vorgeschriebene Alter nochnicht erreichr hatte. Marcus Antonius , sein College, machtedie Wahl rückgängig; als aber Cäsar ermordet worden war, mußt'er den Dolabella, der das Gouvernement von Syrien erhallenhatte, anerkennen. Cassius kam diesem neuen Gouvernbrzuvor- Dolabella, der verzweifelte, ihn vertreiben zu können,begab sich nach Smyrna, wo er den Trebonius, Gvuvernörvon Kleinasien, und einen der Verschworncn, die an CäsarsTode Antbeil hatten, als Verrather hinrichten ließ. Diese Hin-richtung machte, daß er zum Feinde der Republik erklärt wurde.Endlich wurde er nach einigen Erfolgen in Kleinasien dahin ge-bracht. daß er sich zu Laodicea, wo er von Cassius belagertwurde, 4Z Jahre vor Christi Geburt selbst das Leben nahm.
Er war ein kleiner Mann, welcher mehr dazu gemacht zufein schien, in einem Cirkel von Weibern zu figuriere», als dieArbeiten des Mars in einem Lager auszuhalten. Cicero, deunicht immer allzufcin scherzte, sah ihn eines Tages mit eniemsehr langen Schwert an der Seite in sein Zimmer treten, undrief ihm zu: Wer hat denn meinen Schwiegersohnan dieses Schwert angegurtet?
DOLLE (Carlq), ein Mahler zu Florenz, lernte beiJacob Vignali, und arbeitete mit einer sehr fleißigen Ma-nier und einem schönen und glänzenden Colcrit. Seine Ge-mählde bestehen meistens in geistlichen Geschichten: er mahltejedoch auch schöne Porträts, weßwegcn er nach Wien berufenwurde. Er starb in seinem Vaterlande i6g6 im 72. Jahre seines
Alters.
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