Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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sich in cincv einzigen Nacht, und ohne einen Tropfen Bluts zuvergießen» Meister dieser Stadt. Diese Erpedirion erwarb i!,niden Namen Vater und Befreier des Vaterlandes,der ihm durch ein Dccret des SenatS zuerkannt wurde. DasselbeDecret verordnete, daß ihm eine Statue errichtet, und auföffentliche Kosten ein Pallast gekaufet würde.

Auf sein Anrathen wurde zu Genua ein neues Gouvernement !errichtet» und dieses Gouvernement ist dasselbe, welches nochheut zu Tage besteht; und so ward er nicht nur der Befreier,sondern auch der Gesetzgeber seines Vaterlandes.

Doria fand bei dem Kaiser Carl V. alles, was er nur wün-schen konnte. Dieser Fürst schenkt' ihm sein ganzes Vertrauen,ernannte ihn zum General des Meeres, mit vollem und unbe-dingtem Ansehen. Er besaß damahls 12 Galeeren eigenthümlich,welche dem Eontract zu Folge zum Dienste des Kaisers unter-halten werden sollten; und diese Anzahl wurde nachher bis auf-2 vermehrt.

Doria fuhr fort» sich in mehrern Erpeditionen zur See aus-zuzeichnen , und leistete dem Kaiser die wichtigsten Dienste. Ernahm im Jahr izz2 den Türken die Städte Eoron und PatraSan den Küsten von Griechenland. Die Eroberung von TuniSUnd dem Fort GoUlettt» wobei Carl V. im Jahr izZ> persönlichzugegen war, muß vorzüglich der Tapferkeit und Geschicklichkeitdes Doria zugeschrieben werden.

Ganz gegen seinen Willen und seinen Rath unternahm derKaiser im Jahr 154, die unglückliche Expedition gegen Algier»wo er einen Theil seiner Flotte und seiner Soldaten, und Dorian von seinen Galeeren verlöt. Nicht mehr begünstigte ihn dasGlück bei dem Rencontre bei Prevcsa. Er befand sich mit derKaiserlichen Flotte , in Verbindung mit den Venerianischen undpäpstlichen Galeeren, im Angesicht der Türkische» Armee,welche von Lardcrvusie commandiert wurde, und weit schwächerals die feinige war, und ließ sich unter mancherlei Verwändenin kein Treffen ein, und einen sichern Sieg entgehen. Diese»Lorwurf machten ihm mehrere Geschichtschreiber. Einige !behaupteten sogar, (und dieß war, sagt strsuröine, das öffent-liche Gerücht jener Zeit) es habe zwischen Barbefousse und ihm«in geheimes Verständniß obgewaltet, vermöge dessen sie überein-gekommen waren, gegenseitig entscheidende.. Gelegenheiten zu .