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DORIA
DORIGNV
sie daS Ansehen und den Ruhm dieses großen Mannes zu Genuaiwch vermehrten.
Einige Schriftsteller beschuldigen ihn, bisweilen allzu grausamgewesen zu sein, und führen folgendes Beispiel an. Der Mar-quis von Marignan, der im Jahr 1555 Porto Hercvle ein-nahm, und Oll ob on von Fiesco, Ludcwigö Bruder undTheilnehmer an der Verschwörung, zum Gefangenen machte,lieferte denselben in die Hände des Doria, um den Tod desJeannerin Doria, der in dieser Verschwörung erschlagenworden war, nach seinem Gefallen an ihm zu rächen. Andreasließ flammend vor Zorn den Fiesco in einen Sack stecken, undgleich einem Vatermörder in das Meer werfen. — Die, welchezum Lobe des Doria schrieben, haben diese Handlung, alsfeiner unwürdig, weislich mit Stillschweigen Übergängen.
Eines Tages kam eiuer seiner Piloten, der ihm oft beschwer-lich fiel, zu ihm, und sagte, er habe ihm nur drei Worre zusagen. »Gut, antwortete Doria; wen» du aber eineinziges mehr sagst, so laß ich dich hangen." DerPilote nahm ohne Bestürzung das Wort wieder, und sagte:»Geld oder Abschied." Diese Antwort gefiel dem Doria,er ließ ihm bezahlen, was er zu fordern hatte, und behielt ihniu seinem Dienst.
DORIA (Antonio), berühmter Genuesischer Capitan,Vetter des Vorigen, zeichnete sich zu derselben Zeit aus. Wirhaben von ihm eine
kurzgefaßte Geschichte der Yvelkbegebcnhei'ten unter €dtlSem Fünften, Genua 1571, in 4.
DORIGlSJY (Michel), Mahler und Kupferstecher, vonSt. Ouentin, Schüler und Schwiegersohn des berühmtenLvuet, kam seiner Manier sehr nahe. Er gravierte dengrößesten Theil seiner Werke in Scheidewasser, und gab ihnenden wahren Character ihres Urhebers. Dieser Künstler starb1663 als Professor der Königlichen Äcademie der Mahlerei zuPgris, in seinem 48. Jahre.
bORIGNY (Louis), des vorhergehenden und der Jo-hanna Angelica Vvuet Sohn, lernte bei Carl le Brün.Er that eine Reise »ach Italien, wo er hernach beständig blieb,da er zu Venedig und in vielen andern Städten, vornehmlich
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