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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DORIGNY

DORING

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! aber zu Verona arbeitete, und viele schöne Werke in Oehl- »ndFrescofarben verfertigte. Er setzte mit vieler Leichtigkeit zusam-men: die größten Stücke konnten ihn nicht schrecken, und erverstand die Verkürzungen sehr gut. Genie. Richtigkeit in derZeichnung, gute Färbung, und eine lebbafre Führung des Pin-sels findet man in seinen Werken vereiniget. Man bemerket indenselben einen feste» undwvbl ausgedrückten Geschmack, einenheroischen und erhabenen Styl Nur möchte man zuweilen mehrAnnehmlichkeit uns einen größer» Character wünschen.

Er starb zu Verona >742 im 83 . Jahre seines Alters.

DORIGNY (Nicolas), des vorhergehenden Bruder, wari anfangs zum Advocaten bestimmt, als es aber damit nicht rechtfort wollte, legte er sich auf die Mahlerei und zuletzt aufsKupferstechen. Er hielt sich 28 Jahr in Italien auf, und machtesehr schöne Werkenach Raphael, Guercinv, Maratti,Domenichino, Lanfranco u. a. Man bewundert in dm-selbcn mit Recht den guten Geschmack in der Zeichnung, eineverständige und mahlerische Manier, die er sich durch vernünftigeBetrachtungen über die Gemählde der größesten Meister erwarb»In England brachte er die in dem königlichen Pallaste zu Hamp-! tvncvurt befindlichen sieben Cartons von Raphael in Kupfer. zu

I welchen er 15 Jahre anwandte. König Georg I. dem er dieses

' schöne Werk zueignete, überhäufte ihn mir Wohlthaten, undmachte ihn zum Ritter.

Sein Meisterstück ist die Verklärung Christi nach Raphael,unstreitig das schönste und edelste Blatt in der Welt- DieserKünstler ging endlich nach Pariö zurück, und starb daselbst 1746im 88. Jahre seines Alters.

DORING oder DORINK (Matthias), DeutscherFranskiscaner, Professor der Theologie in seinem Orden, starb 1494zu Kiritz seinem Geburtsorte. Er ist, wie man glaubt, Ver«

! faffer des

; Auszuges ans dem historischen Spiegel des Vincent vonLeauvais, fortgesetzt bis auf das Jahr 149;.

; Man glaubt, dieß sei das, was man gewöhnlich die Chronik

; von Nürnberg nennt, weil 1472 in dieser Stadt die erste

j Ausgabe davon in 4. veranstaltet wurde. Einige Schriftsteller

\ schreiben diese Chronik vielleicht mit mehrerm Grunde dem H a l t*

j mann Scheder zu. Der Verfasser, er sei wer er wolle,

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