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PRABICIVS
Dieser in seiner Art vortreffliche Künstler wählte meistens Ge-genstände anö dem bürgerlichen Leben zu seinen Werken, inwelchen man das lebhafte Colorjt, die Nettigkeit in Ausdrückungder kleinsten Umstände, und seine genaue Nachahnmng derNarurNicht genug bewundern kann. Louw betrachtete den Staub alsein sehr beschwerliches Uebel, und war überaus sorgfältig, seineGemählde davor zu bewahren.
Viele von seinen besten Werken bestnden sich in dem kknig,lichen Pallast zu Turin. Man kann sich von der Achtung reiche?Liebhaber für die Arbeit dieses Mahlers einen Begriff aus demmachen, was bei Versteigerung des berühmten Cabincts desHerrn de la Court van der Voort geschehen ist, wo drei vonseinen Gemählden um *6150 Gulden verkauft wurden. DerKönig von Sardinien hat eins, welches 30000 Livres kostete.
Douw starb i6go im 67. Jahre seines Alters. Sarra bat,van Meurs, Verkylie, Surugue, Wille u a. habenungefähr 20 Blätter nach ihm gestochen. Er beschaffligke sichbloß mit kleinen Gemählden, die er sich nach Verhältniß derdarauf verwendeten Zeit bezahlen ließ. Ueber den festgesetztenPreis lieg er sich gewöhnlich 22 Stüber für die Stunde geben.Nichts ist vollendeter als seine Gemählde; man muß sich derHülfe der Vergrößerungsgläser bedienen, um alle Arbeit darinzu sehen. Seine Figuren, ob sie gleich sehr klein sind, habengußkrordentlich viel Bewegung und Ausdruck.
DRABICIUS (Nicolas), ein protestantischer Geistlicher,1585 in Mähren geboren, wurde aus seinem Varerlande vertrie-ben, und begab sich J628 nach Ungarn. Er renoncierte aufgeistliche Aemter, und ergab sich der Trunkenheit. Da ihn diesesverächtlich machte, gab er, um sich wieder in Achtung zu brin-gen, Offenbarungen vor, Seine Schwärmereien, die durch denAusgang für Lügen erkläret wurden, harren keinen andern Zweck,gls einen Krieg gegen die Römische Kirche und gegen das HausOesterreich, welches den Calvinisten Fejnv war, zu erregen. DieKaiserlichen rächten seine aufrührerischen Schriften durch seinenTod. Andere geben vor, er sei in der Türkei gestorben, wohin eisich geflüchtet hatte. Sein Hauptwerk ist überschriebenLux in tenebris , (man sehe den Artikel liotter)ein Titel, welcher der Dunkelheit der Materie, und der Bizar-rerie der Ideen des Verfassers wenig anaemesse» ist. — DerFürst Ragorski bediente sich seiner Gesichte, als einer Ma-schine,