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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DRUSILLA

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dem Volk und den Rednern Stillschweigen auferlegten: Silen-tium per sacerdote«, quibus tum coercendi jus est, impe-ratur.

Der Druidismus herrschte noch z» der Zeit, als Großbritan-nien von den Römern erobert und civilisiert wurde. Unter demKaiser Tiberius schickte der Senat ein wohlthätiges Decret da-hin, welches nicht den Gottesdienst der Nation, sondern nnrdie Opfer des Menschenblntes aufhob. Die darüber äußerstausgebrachten Druiden empörten das Volk, fielen die RömischeLegion unvermutr.et an , machten viele davon zu Gefangenen,und verbrannten sie feierlichst in colossalischen Statuen, die ausWeiden und Eiseudrabt geflochten waren, und den TheutateS,Hesus und Taraueö vorstellten.

Der Römische Senat beschloß nun die Vernichtung der Drui-den. Sie flüchteten sich auf die Insel Anglesey. Ostorius vekrfolgte sie dahin mit neuen Legionen. Angefallen in ihrer letztenZuflucht, vertheidigten sich die Tiger mir der höchsten Wuth.Man sahe die Weiber mit zerstreuten Haaren und die Pnester mitBlute besprützt an den Ufern laufen, und hörte ihr entsetzlichesGeheul. Die Römer blieben bei diesem Schauspiel eine» Au-genblick unbeweglich, fielen sodann über die Barbaren her, undzerstreuten sie wie in Furcht gejagte wilde shwre, bemächtigtensich der ganzen Insel, erschlugen die Druiden, schlössen die Drui-dinnen ein, und zersiö'.aten mit der Art in der Hand ihre Altare,stürzten ihre heiligen Hame um, und ließen keine Spur ihresabscheuliche» Gottesdienstes üvrig.

DRUSILLA (Livia), Tochter d<s Germanicus und derAgrippina und Urenkelin August's, wurde im Jahre i;nach Christi G burr zu Trier geboren. Ihr erster Gemahl warLucius Cassius, und ihr zweiter Marcus Lepious, derBruder desselben. Ihre Ausschweifungen zogen ihr den gerech-ten Haß der Rdmcr z». Der Kaiser Caligula, ihr Bruder,Pflog einen biulschanderisthen Umgang mit ihr. Er liebte sie soleidenschaftlich, daß er sie in einer gcrahrlichen Krankheit zurErbin des Reichs und feines ganzen Vermögens einsetzte. Nachihrem Tode, welcher sie ihm im Jabre ZH nach Christi Geburtentriß, ließ er sie ungeachtet der Ehrlosigkeit, die ihr ihre ärger-liche »»keusche Lebensart mit Recht zuwege gebracht harre, unterdie Götlinuen verletzen. Bis dahin waren den Römern derglei-chen Gottheit, »i unbekannt gewesen. Allein eben so verhaßt, als

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