DRYDEN
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des Tiberius zu bringen, und war in seiner Bemühung nur zuglücklich. Dieser Kaiser ließ ihn in das Gefängniß setzen, undverbot allen denjenigen, die ihn bewachten, ihm die mindesteNahrung darreichen zu lassen. Er genoß das Haar in seinenMatratzen, und starv neun Tage nach seiner Gefaugennehnmugim Jahre 33 nach Christi Geburt. Tiberius beging noch dieAbscheu erregende Grausamkeit, ihn nach seinem Tode im Se-nate anzuklagen.
DRYDEN (John), ein berühmter Englischer Dichter, warder ohn von EraSmus Drvden von Tichmersh in Nort-hamptonshire, und den 9. August 1631 zu Albwincle geboren.Er wurde in der LLestmünstcrschnlc unter dem berühmten Dr.Busby erzogen, und ging istzo auf das Trinitars- Collegium zuCambridge. Sein Ansehen als Dichter, und seine Anhänglich-keit an den Hof erwarb ikm die Stelle eines gekrönten Dichtersund Geschichtschreibers Carls II. von welchen Stellen er nach demTode des Sir William Davenant, im Jahr 1668 Bessljnahm. Im Jahr 1669 wurde seine erste ComdvieThe IVild Gallant
auf dem Königlichen Theater aufgeführt, aber mit so wenigemErfolg, daß, wenn der Verfasser nicht eine außerordentlich starkeNeigung zur dramatischen Dichtkunst gehabt hure, er zur Ge-nüge von jedem folgenden Versuche hierin abgeschreckt wordenwäre. Er fuhr jedoch in dieser Dichtungsart fort, und lieferteinnerhalb 25 Jahren 27 Stücke, außer seinen andern zahlreichenpoetischen Schriften.
Was Drydens Character anlangt, so wurde er von einigen zusehr erhoben, von andern zu sehr herabgesetzt. Congreve stelltihn in Rücksicht seines moralischen Eharacters, als einen nichtnur tadellosen, sondern verchrungSwürdigen Mann dar; undwas seine Schriften anlangt, so sagt er, »kein Engländer habeso viel, und über so mancherlei Gegenstände so gut geschrieben."
»Merkwürdig ist es,daß seine Talente mit seinen Jahren nichtab, sondern sogar bis nahe an sein 70. Jahr zunahmen; seinFeuer, seine Einbildungskraft wuchs sowohl, als sein Urtheil,welches seine Ode auf den H. Cäciliens - Tag, und seine Fabeln,seine letzten Producte , beweisen. “
»Er war in Versen und in Prosa gleich vortrefflich. SeineProsa hak bei allem Adel des Ausdrucks alle nur gedenklichc Klar«
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