- DUCAS DUCKE' 441
DUCAS(Michael), einGriechischer Geschichtschreiber, vondessen Leben man nichts weiß, auffcr, daß er z» mchrern Ne-gociationen gebraucht wurde. Mau hat von ihnr eine
Gcsckiiedlc des Griechischen Reiches, von der Regierungdes alrern Andronicus, bis auf den Fall dieses Reiches.
Man ziebet den Ducaö. ungeachtet er in einem barbarischenStile schreibt, dem Chalcondyles vor, weil er ahai-sacyen erzählet, die man anderwärts nicht findet, und sie alsein vernünsuger Mann erzählt, der von den meisten derselbenei» treuer Zeuge war Sein Werk wurde. 1649 in Folio, nnLeu re gedruckt, durch Veranstaltung des Ismacl BouUlaud,welcher es mit einer Übersetzung »nd gelehrten Anmerkungenbegleitete. Der Präsident Constn übersetzte es ins Französische,und es beschließt den 8 Band seiner Kiüoiro de Constantiuopie,Paris 1672 und 1674, in 4.
DUCCIO vi BUONINSEGNTA, ein Grottesken- Mahlerund Bildhauer zu Siena, von welchem man zu Srena, furca,Pisa und Fh renz Arbeit findet. Er starb 1^57 in seiner Darer»stadt, und wird für den ersten gehalten, der die Fußboden mitFiguren von weiffem und grauem Marmor belegte, wovon maneinige Muster in der Domkirche zu Siena findet.
DUCKE' de VANCY (Joseph Francis), geboren zuPariS im Jahre 1668, war der Sehn eines gewöhnlichen Edel-mannes von der Königlichen Kammer. Sein Barer ließ ihnmit Sorgfalt erziehen. Allein dieß war auch alles, was er ihmgeben konnte. Seine sehr mäßigen Vermögensumstande mach-ten, daß er sich auf die Dichtkunst legte. Die Marquise vonMaintenon bekam einige von seinen Versuchen zu Gesichte,und übertrug ihm die Besorgung der geistlichen Gedichtefür ihre Eleven zu Saint Eyr. Diese Dame empfahl ihn sonachdrücklich dem Staatssecretair Ponkcharrrain, daß derMinister den Dichter für einen bedeutenden Mann hielt, undihn seines Besuchs würdigte. Da Duck6 einen Sraatssecre-tair in sein Zimmer hereintretcn sah, glaubte er, daß man ihnin die Bastille führen wollte. Allein die Artigkeiten des Mini-sters flößten ihm bald Muth ein. Ducke verdiente die Achtungdes Ministers. Denn er vereinigte mit der liebenswürdigstenSanftmmh des Charakters die größte Anmuth des Geistes.Nie erlaubte er sich irgend einen satyrischc» Zug, ein Vorzug,
Erz dea