DUCLOS
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jederzeit mißfallen, vorbehalten muß. Seine strenge Recht-schaffenheit, von der jene etwas harre Freimüthigkeit, die manihm in der Gesellschaft zum Vorwarf rnachke, eine Folge war;seine Wohlthätigkeit und seine übrigen Tugenden, erwarben ihmgegründete Ansprüche auf die öffentliche Hochachtung. >7 Wenige„Personen, sagt der Prinz von Beauveau, kannten ihre„Pflichten und den Werth der Freundschaft besser. Er wußte„seine Freunde und daö vergessene Verdienst mukhig zu unrer-„ stützen. Er besaß dann eine Kunst, in die man kein Mißtrauen„setzte, und die man sogar von einem Manne nicht erwartet„harte, der sein ganzes Leben hindurch lieber nur Kraft die„Wahrheit zeigte, als siemitGefchicklichkeiteinschärfte.“ Anfäng-lich war er ein Mitglied der nnrer dem Namen der Philosophi-schen bekannten Partei gewesen. Allein die Uebertreibungen desvorzüglichsten Anführers dieser Partei, und einiger ihrer Soldaten,hatten ihn vorsichtiger gemacht. Er tadelte, in seiner Unterhaltungso wie in seinen Schriften, jene unbesonnenen Schriftsteller,welch«, unter dem Verwände, den Aberglauben anzugreifen,den Gruno der Sitkenlehre zu untergraben suchen, und die Bandeder Gesellschaft auslösen. Er kalte sie für desto unvernünftiger,sagt er, je gefährlicher es für sie selbst sei. Proselyte» zumachen.„Die traurige Wirkung, sagt er, die sie in den Lesern hervor»„bringen, ist die, daß sie in der Jugend schlechte Bürger, und„im Alter schamlose Verbrecher und Unglückliche aus ihnen„machen." Ost wiederholte er, wenn er die Mißbrauche er-fuhr, die gottlose Schwärmer von ihren Ecisteofahigkeitenmachten: Sie werden es so lange treiben, biß siemich endlich zum Andächtigen machen. Da er außer-dem seine Ruhe und sein Glück liebte, so hütete er sich wohl,ihre Uebertreibungen nachzuahmen, so, daß er sich sogar entwe-der ihre Freundschaft, ober ihre Stimmen, zu verbitten suchte.DucloS ist zugleich aufrichtig und verschlagen,sagte einer seiner philosophischen Freunde, der bisweilen Grad«heil besaß, dem es aber fast stets an Verschlagenheit fehlte.Eine Folge dieser Verschlagenheit, oder vielmehr dieser vcniünf«tigen Klugheit, war, daß er nichts von dem, was er als Äisto»riograph von Frankreich geschrieben hatte, bekannt machen wollte.Man ist oft in mich gedrungen, (sagte er,) einigeBruchstücke von der jetzigen Regierung dem Pu-blicum mitzutheilen. Immer antwortete ich, daßich mich eben so wenig durch die Wahrheit in dasUnglück stürzen, als durch die Schmeichelei er«
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