EPAMINONDAS
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die Wissenschaften und die Liebe zum Ariege in seinem Vater-lande wieder erwecken, und damit anfangen, daß er die Lasterseiner Landöleute besiegte, und ihre Feinde schlug. Streng ge-gen sich selbst, gleich unempfindlich für das Vergnügen und denSchmerz, gewissermaßen jeder Leidenschaft fremd, eben so gleich-gültig gegen Reichthümer als gegen den Ruhm, konnte er durchsein Beispiel allein die Nation andern.
Er gab seinen Mitbürgern bei mehr als Einer GelegenheitLehren der Lugend, die sie hatten benutzen sollen. Er war ei-nes Tages von einem seiner Freunde zu einem großen Mahl ein,geladen, wo alles von einer weichlicixn Schwelgerei angeordnetworden war, und ließ sich gewöhnliche Speisen geben. SeinFreund schien darüber betroffen zu sein, und äußerte es ihm.»Ich will es nicht vergessen, erwiederte ihm Epami»»nondas, wie man in meinem Haufe lebt."
Die Stadt Theben feierte ein öffentliches Fest, wobei jederBürger in den kostbarsten Gewändern erschien: Epaminondasging so einfach als gewöhnlich gekleidet, auf dem öffentlichenPlatze spatzieren. Einer seiner Freunde machte ihm darüber Vor-würfe, daß er sich der allgemeinen Freude entzöge. »Wenn»ich eben das thäte, was die übrigen thun, anr-»wertete ihm Epaminondas, wer bliebe dann übrig,»für die Sicherheit der Stadt zu wachen, wenn»ihr in Wein und ausgelassener Freude begraben»liegt?"
Als er sich an der Spitze der Regierung seines Vaterlandesbefand, schickte ihm Artarerres reiche Geschenke, die Al.lianz der Thebaner zu erlangen; aber Epaminondas wollte sogarnicht zugebe», daß ihm der Gesandte des Königes von Persienvorgestellt wurde. »Wenn dein Herr nichts, als den»Vortheil meines Vaterlandes will, so ist es un-»nöthig, so in mich zu dringen; sind aber seine»Absichten meinen Pflichten zuwider, so ist er»nicht reich genug, sich meine Stimme zu erkau-»fen."
Einer von seinen Leuten hatte eine beträchtliche Summe fürdie Losiassung eines Gefangenen genommen, und EpaminondaSließ ihm sein Schild abfordern. »Deine Reichthümer,»sagt'er zu ibm. werden dich zu sehr anziehen, alSdu dich den Gefahre» des Krieges so aus-
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