Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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EPIPHANIÜS

EPISCOPIUS

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Er irrt oft in sehr wichtigen historischen Thatsachen, nimmt ab-gefchmarkte fabeln unv unzuverlässige Sagen für Wahrheitenan. Sein Styl, weit entfernt, die Erhabenheit und Schönheitdes Styles anderer Kirchenvater, eines Chrysostomus, ei-nes Ba silius, zu haben, ist niedrig, kriechend, ungebildet,dunkel, ohne Zusammenhang und Verbindung. Epiphanias, warvielmehr ein Compilator, als bin Schriftsteller; aber die Nach-welt ist ibm earum nicht weniger Dank schuldig. Ohne ihn wür-den wir von mehre' en Prssaen und Ecclesiastikern, von denener lu,s Fragmente aufbewahret hat, keine Idee haben.

Die beste Ausgabe von den Werken dieses Kirchenvaters istdie von dem gelehrten Dionysius Petavms, Paris 1622, 2 Bandein Folio, mit Anmerkungen.

EPIPHANIAS» Pamarch von Coustantinopel im Jahr 520,Übernahm mit Eifer die Vertheidigung des Chalcedoniichen Con-ciliums und die Verdammung des Eutyches. Der PapstHormisdas gab ihm die Macht, in seinem Namen alleBischöfe anzunehmen , welche sich mit der Römischen Kirchevereinigen wollten, unter der Bedingung, daß sie die Formel un-terschrieben, welche er gegeben hatte. Er starb 535 im Ruf' ei-nes guten Bischofs.

EPIPHANIAS, der Scholastiker genannt, war einFreund des berühmten Cassi odorus, und übersetzte aufseine Veranlassung die Kirchengeschichte des Socrates, S 0-zvmeuus Und Theodore tu s. Nach dieser Uebersetzung,die mehr treu als elegant ist. verfaßte Cassiodorus seineffifioria ecclesiastica tripartila.

Man schreibet dem Epiphanius noch andere Ueber setzn «genaus dem Griechischen zu. Er wird für einen Jtalianer gehal-ten, und blühte um das Jahr ;io.

EP1SCQPIAS (Simon)» 158a zu Amsterdam geboren, wardibt; Professor der Theologie zuLevden, und machte sich vieleFeinde, weil er mit allzu wenig Schonung die Partei der Arm!«nianer gegen die Gomaristcn ergriff. Holland war damahls indiese beiden enthusiastischen Secten getheilt. Episcopius, derim Staub und im Geschrei der Schule aufgewachsen war, sprachfür die erstere. Er wurde öffentlich und privatim insultiert, undinsultierte wieder. Die Staaten von Holland harten ihn auf dieSynode von Dordrecht eingeladen, er konnte, trotz der Gründe,die er in seinen schönen Reden geltend zu machen suchte, nur als«ine vorgeforderte Partei, nicht aber als berufener Richter zuge-