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EPIPHANIUS
Schriftsteller. Er ward Priester, und bald darauf, im Jahr363, durch die einstimmigen Wünsche der Clerisci und des Volksvon Salamis, aus der Insel Cypcrn, Bischof. Er ging derSpaltung zu Antiochia wegen nach Rom. Nach seiner Zurück-kehc in seine Diöces unterrichtete er das Volk durch seine Reden,und erbaute «S durch seine Strenge. Er verwahrte sie vor allenIrrlehren, und vorzügich vor denen des Arius und Ap-pollinaris. Nicht weniger war er gegen den Origines,welchen er.der Irrthümer beschuldigte, die man in seinen Schrif-ten findet. Er anathematifierre sie im Jahr gor auf einem Con-cilium, und verband sich mit Theodoret, um den H. Jo-hann es Chrysostomus zubewegen, diese Verdammungzu unterschreiben. Als ihm der Patriarch dieses abschlug, gingEpiphanius 403 nach Constanrinopel, auf Ueberredung desThevphiluS von'Alerandrien, um daselbst den Schlußseines Conciliums in Ausübung zu bringen. Dieser Schritt warsehr unklug, und die Einsetzung eines Diaconus zu Constantino»pel, ohne die Beistimmung des H. Chrysostomus, war es nichtweniger.
Epiphanius kehrte noch in demselben Jahre 403, chngeföhrim 80 seines Alters zurück, und wurde für einen liebenswürdi-gen , eifrigen, frommen, aber wenig politischen und wenig klu-gen Bischof gehalten, der sich durch seinen Eifer allzu weit ver-leiten ließ.
Von allen Werken dieses Kirchenvaters, die bis auf uns ge-kommen sind, sind die bekanntesten: Sein
Panarium , oder Vorratskammer von Mitteln gegenachlftg Retzereien. Dieses Werk, das viele Leichtgläu-bigkeit und unglückliche Widerlegungen enthalt, bleibt gleich-wohl wegen mancher, aus sichern Quellen geschöpftenNachrichten und guten Anmerkungen ein Schatz der Kir»chengelchichte.
Sein Jnchoratus, so genannt, weil er dieses Buch mit einemSchiffsanker verglich, und es aus der Absicht schrieb, dieGläubigen in dem Glauben und i» der wahren Lehre zu be-festigen.
Sein tractat Be ponderibus et mensuris, sowohl der Judenals anderer Völker, voll von gründlicher Gelehrsamkeit.
Be duodecim gemmis in vefte Aarenis.
Alle diese Schritten zeugen von einer ausgebreiteten Lectüre;aber der Verfasser schöpfte nicht immer aus guten Quellen.
Er